Nordeifel/Kall: Flüchtlinge: Neuer Betreiber hält am alten Konzept fest

Nordeifel/Kall: Flüchtlinge: Neuer Betreiber hält am alten Konzept fest

Auf den ersten Blick fällt nichts auf, was sich in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge an der Messerschmittstraße in Kall geändert hat.

Selbst die vom syrischen Künstler Kaniwar Avrone gemalten Bilder sind alle noch an den Wänden und verschönern die verwinkelten Gänge in dem einst von Glas Funke genutzten Industriegebäude.Doch beim genauen Hinsehen fallen dann doch Änderungen auf. Denn wegen eines Betreiberwechsels wurden nicht nur die Mitarbeiter ausgetauscht. Bis Ende März mussten auch alle Bewohner die Einrichtung verlassen — das ist bei einem Betreiberwechsel so üblich.

Der neue Essener Betreiber European Homecare möchte am bisherigen Konzept festhalten. 300 Menschen können hier Platz finden. Derzeit sind es 175 an der Zahl, darunter 68 Kinder und Jugendliche. 22 Nationen sind vertreten, die meisten aus dem Iran, Irak, Afghanistan, Nigeria, Syrien, Somalia, Eritrea und auch Russland. 35 Mitarbeiter sind hier tätig. Von montags bis freitags wird eine Kinderbetreuung im einrichtungseigenen Kindergarten angeboten. Zwei Mitarbeiter bieten außerdem Deutschkurse an.

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