Nordeifel: Flüchtlinge: An der Kapazitätsgrenze

Nordeifel: Flüchtlinge: An der Kapazitätsgrenze

An der Kapazitätsgrenze angelangt, was die Aufnahme weiterer Flüchtlinge betrifft, sehen sich aktuell auch die Kommunen Monschau und Simmerath, nachdem die Bezirksregierung Ende letzter Woche kurzfristig alle Kommunen im Regierungsbezirk aufgefordert hatte, jeweils 70 weitere Plätze zur Verfügung zu stellen.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns sieht die Gemeinde derzeit nicht in der Lage, kurzfristig weitere Plätze für Flüchtlinge bereitzustellen, zumal im Augenblick weder Betreuungsorganisationen noch Sicherheitsdienste zu bekommen seien. Hermanns verweist auf die nächste Sitzung des Krisenstabs bei der Städteregion Aachen am Montag. Hier müsse eine Lösung gefunden werden, die im Sinne aller Kommunen der Städteregion sei.

Auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sieht ihre Kommune aktuell nicht in der Pflicht: „Zur Flüchtlingsunterbringung gehen wir davon aus, dass andere Kommunen aus der Städteregion ihre Kapazitäten vorrangig prüfen.

Zur Zeit liegt Monschau mit 184 Prozent weit über dem Soll, und es würde nur dann in Erwägung gezogen, aufzustocken, wenn andere Kommunen hier ihrer Verantwortung nicht nachkämen, was ich so nicht annehme.“ In Monschau sind momentan 470 Personen in zwei Notunterkünften untergebracht.