Roetgen: Flächenbrand an der Himmelsleiter führt zu großem Feuerwehreinsatz

Roetgen : Flächenbrand an der Himmelsleiter führt zu großem Feuerwehreinsatz

Ein Feuer in einem Waldstück an der B 258 im Bereich der Himmelsleiter hat am späten Samstagabend für einen größeren Feuerwehreinsatz gesorgt. „Hätten wir den Flächenbrand erst zwei oder drei Stunden später gefunden, dann wäre daraus ein ausgedehnter Waldbrand geworden“, sagt Löschzugführer Elmar Gasterich von der Freiwilligen Feuerwehr Walheim.

Mehrere Anrufer hatten am späten Abend in Schmithof am Bergfeld starken Brandgeruch wahrgenommen. Die alarmierten Wehrleute des Löschzugs Walheim rückten um 22.37 Uhr aus. Nach augenscheinlicher Erkundung der Umgebung konnten sie allerdings kein Feuer feststellen.

Ein weiterer Anrufer meldete laut Feuerwehr schließlich Brandgeruch im Bereich der Himmelsleiter und Kalkhäuschen. Mit vier Feuerwehrfahrzeugen suchten die Wehrkräfte den Bereich Himmelsleiter, Rotterdell, Schmithof Mühle und die Monschauer Straße ab. Zu Fuß wurden auch die Waldränder abgesucht. „Erst nach über einer Stunde konnte ein Fußtrupp dann endlich die Ursache für den starken Brandgeruch ausfindig machen“, heißt es im Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Inneren des Waldes, etwa 300 Meter links von der Himmelsleiter in Fahrtrichtung Roetgen, hatte im Unterholz eine Fläche von 20 mal 20 Metern Feuer gefangen. Die Wehrleute erreichten den Brand in der Nähe der Vennbahntrasse über einen Waldweg und richteten parallel eine Wasserversorgung ein. Ein weiterer Löschzug wurde aus Aachen-Kornelimünster angefordert. Im Bereich Relais Königsberg bauten die Feuerwehrleute am Hydranten eine Wasserentnahmestelle auf, an der die Löschfahrzeuge das Wasser tankten.

Gleichzeitig war auch die Feuerwehr Eupen auf belgischer Seite auf der Suche nach der Ursache von Brandgeruch. „Als bekannt wurde, dass der Brandgeruch von ‚unserem Feuer‘ auf deutscher Seite ausging, kamen die Kollegen der Feuerwehr Eupen unmittelbar zu uns und unterstützen uns bei der Brandbekämpfung“, heißt es seitens der Walheimer Feuerwehr. Unterstützung boten die Belgier den 22 Wehrleuten mit zwei zusätzlichen Löschfahrzeugen, teilt Gasterich mit. Das Ablöschen aller Glutnester gestaltete sich langwierig und teils mühsam, weshalb der Einsatz erst um 3.40 Uhr am Sonntagmorgen beendet war.

Um weitere Brände auszuschließen, war ein Hubschrauber der Bundespolizei im Einsatz und suchte den gesamten Wald von oben ab. Weitere Brandherde konnten ausgeschlossen werden.

Brand auf Campingplatz vermutet

Ebenfalls am Samstagabend, jedoch schon um 18.49 Uhr, wurde die Feuerwehr Roetgen von der Deutschen Flugsicherung wegen des Verdachts eines Feuers im Bereich des Campingplatzes an der Faulenbruchstraße in Roetgen alarmiert. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen zum Einsatzort aus und suchte das Gebiet ab. Die Wehrleute konnten nichts Verdächtiges feststellen und rückten wieder ab.

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