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Elsenborn/Brüssel: Firma Mecar muss das Militärgelände sauber verlassen

Elsenborn/Brüssel : Firma Mecar muss das Militärgelände sauber verlassen

Im Rahmen einer aktuellen Frage an den belgischen Verteidigungsminister Pieter De Crem informierte sich Gemeinschaftssenator Berni Collas jetzt über die Auswirkungen des Entzuges der Globalgenehmigung für Munitionstests der Firma Mecar.

Regionalminister André Antoine hatte der amerikanischen Munitions- und Rüstungsfirma die Globalgenehmigung für Schießtests auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Elsenborn bekanntlich im vergangenen Monat entzogen.

Der Büllinger Senator wollte nun wissen, welche konkreten Auswirkungen dieser Entzug zur Folge habe. De Crem bestätigte zunächst, dass die von der Firma angefragte Globalgenehmigung im Juni 2008 von Minister Antoine abgelehnt worden sei. Allerdings werde schon seit Oktober 2007 im Lager Elsenborn nicht mehr von der Firma Mecar geschossen. Das Schießverbot für die Firma bleibe weiterhin aufrecht erhalten.

Während der Schließung des Schießgeländes soll die Firma ihre Schießstände sowie die Materialreste, die sich in der näheren Umgebung der Schießstände angesammelt haben, beseitigen - so der Verteidigungsminister weiter. Die im Lager Elsenborn aufbewahrten Materialien sollen ebenfalls so schnell wie möglich von der Firma entfernt werden. Die Konzession solle in Kraft bleiben, bis alle Schießstände, Materialreste sowie jegliches noch intaktes Material beseitigt und alle eventuelle Streitsachen geregelt worden sind.

Auf Collas´ Frage, ob die Firma Mecar ebenfalls dazu verpflichtet sei, die genutzten Zonen in ihren Originalzustand zu versetzen und ob dafür eventuell Bodenbereinigungen nötig sein würden, antwortete De Crem, es sei vorgesehen, dass nach Ablauf der Konzession ein Übernahmeprotokoll in Anwesenheit beider Parteien erstellt wird - mit einem oder mehreren Vertretern der Firma Mecar und einem Vertreter des Verteidigungsministeriums, wobei eventuell anfallende Kosten für die Zurückversetzung des Geländes in seinen ursprünglichen Zustand zu Lasten der Firma Mecar fallen würden.

Das Verteidigungsministerium beabsichtige desweiteren, eine Bodenuntersuchung in den Bereichen der von Mecar eingerichteten und benutzten Schießstände durchführen zu lassen. Die Ergebnisse dieser Studie sollten zeigen, ob es notwendig sei, Reinigungsmaßnahmen zu treffen, und in welchem Maße die Firma Mecar in dieser Angelegenheit zur Verantwortung zu ziehen sei.