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Freilichtmuseum: Finissage der Otto-Bartning-Ausstellung

Freilichtmuseum : Finissage der Otto-Bartning-Ausstellung

Am Sonntag, 31. Oktober, geht die Schau des Verbundprojekts „100 Jahre Bauhaus im Westen“ mit einem größeren Programm zu Ende.

Als Architekt der Moderne prägte Otto Bartning die Baukultur des 20. Jahrhunderts. Daneben trug der Bauhaus-Ideengeber mit über 100 Notkirchen zum Wiederaufbau der evangelischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg bei. Mit einem Programm zur Finissage wird nun die fast 1000 Quadratmeter große, letzte Ausstellung aus dem Verbundprojekt „100 Jahre Bauhaus im Westen“ im Freilichtmuseum Kommern am Sonntag, 31. Oktober, geschlossen.

In einer Festandacht um 11 Uhr wird Dr. Michael Stöhr, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Roggendorf, in der Diasporakapelle – einer Bartning-Notkirche – Verbindungslinien zwischen dem Reformationstag und dem Museum knüpfen: „An diesem historischen Ort können wir die Brücke vom Notkirchenprogramm und dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zum Leitgedanken der stetigen Erneuerung der Kirche am Reformationstag schlagen“, so Pfarrer Dr. Stöhr. Drei Musikerinnen des „Atelier Dasein“ werden die Andacht begleiten.

Um 13 Uhr führt die Kuratorin der Ausstellung und Bartning-Expertin Dr. Sandra Wagner-Conzelmann durch die Ausstellung. Die revolutionären Ideen des Architekten und deren Auswirkungen auf die Kultur des seriellen Bauens werden anhand seiner Entwürfe im Wohnungs- und Kirchenbau vorgestellt. Museumsleiter Dr. Josef Mangold: „Viele Monate war die tolle Ausstellung wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. Wir hoffen, dass viele Museumsgäste noch bis zum 31. Oktober die Chance nutzen, die Ausstellung zu besuchen.“

Den Abschluss des Programms bildet um 15 Uhr der Vortrag „Was bleibt vom Notkirchenprogramm nach 1945?“ der beiden wissenschaftlichen Referenten des Museums Alina Hilbrecht und Raphael Thörmer in der Diasporakapelle. Der Vortrag stellt die sechs Haupttypen der Bartning-Notkirchen vor. Zudem wird in den Blick genommen, welchen Beitrag das Notkirchenprogramm für den Integrationsprozess vieler vertriebener Christen nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet hat und welche spannenden Entwicklungen ausgewählte Notkirchen bis heute erfahren haben.

Alle Programmangebote sind kostenfrei. Zur Festandacht und zur Kuratorinnenführung ist eine Anmeldung über den Webshop www.shop.kommern.lvr.de oder Tel. 02234/9921555 (Kulturinfo Rheinland) notwendig. Für den Vortrag ist keine Voranmeldung nötig. Für alle Programmangebote muss ein „3G“-Nachweis an der Kasse erfolgen. Wer ein kostenfreies Ticket zur Festandacht bucht, hat an diesem Tag freien Eintritt ins Museum. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

(red)