Simmerath: Feuerwehrnachwuchs: Unfalleinsatz realistisch geübt

Simmerath: Feuerwehrnachwuchs: Unfalleinsatz realistisch geübt

Man nehme: Fachwissen, Kondition und Know-how, Begeisterungsfähigkeit, Freude an gemeinnütziger Arbeit in Partnerschaft, soziales Engagement mit Spaßfaktor und einer Prise Abenteuerlust — und schaffe damit beste Voraussetzungen, jugendliche Angehörige der Simmerather Gemeinde-Feuerwehr für einen außergewöhnlichen Einsatz fit zu machen und an diese segensreiche Eingreiftruppe zu binden.

Diese positive Erfahrung sammelten kürzlich Volker Stollenwerk, Simmeraths zweiter kommunaler Wehrführer und Löschgruppenführer in Kesternich, und seine Kameraden, als sich 36 junge Nachwuchs-Brandschützer der Standorte Lammersdorf, Rurtal und Simmerath zu einer Großübung formierten.

„2014 probte unser Dreierbündnis im Rurtal, nach guten Ergebnissen verlegten wir diesmal unseren Aktionsradius nach Lammersdorf. Das dortige Gerätehaus diente als Quartier“, erklärt Stollenwerk in seiner Manöverkritik. Im Vergleich zum Vorjahr wurde nun eine 19-stündige Übung anberaumt.

Der richtige Umgang mit dem Instrumentarium zur Gefahrenabwehr war das Ziel des geprobten Ernstfalls rund um Lammersdorf. Wesentliche Kriterien einer simulierten Unfallsituation bildeten das Ausleuchten düsteren Waldgeländes, um eventuell bei einem Crash verletzte Personen aufzuspüren, zu bergen und ärztlich zu versorgen. An mehreren Stellen ausgebrochene Brände waren akut zu löschen.

„Wir tauschten das Personal aller drei Standorte nach dem Motto „Jeder mit jedem“ und bildeten neue Partner-Gruppen, um das harmonische Zusammenspiel aller Einsatzkräfte auch in ungewohnt wechselnder Besetzung zu gewährleisten“, beschreibt Volker Stollenwerk das Ziel der Allianz.

Auch Spaß und Geselligkeit bei den jungen Teilnehmern kamen nicht zu kurz, so bei einer Schnitzeljagd „quer durch Lammersdorf“, Geschicklichkeitsspielen sowie gegrillten Hamburgern und geröstetem Stockbrot am behaglichen Lagerfeuer. Nach gebührender Bettruhe ging´s buchstäblich zu wie bei der Feuerwehr.

„Wir fuhren realistische Alarmübungen, natürlich mit Sirenengeheul“, schildert Stollenwerk, „die Begeisterung unserer jungen Kameraden war deutlich spürbar. Alle Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf eine Neuauflage des Einsatzes im kommenden Jahr.“

Zur Durchführung der Maßnahme waren, so Stollenwerk, „16 sachkundige Helfer und Jugendbetreuer engagiert am Werk, ihnen gebührt herzlicher Dank.“ Momentan, blickt Simmeraths Vize-Brandinspektor in seine Personalstatistik, weiß die kommunale Jugendwehr 58 Aktive in ihren Reihen.

2016 würden acht dieser ambitionierten Leistungsträger in die Gemeinschaft der „großen“ Brand- und Umweltschutz-Senioren aufgenommen. Die so entstehende Lücke in den Angehörigen der „kleinen“ Wehr soll rasch geschlossen werden. Deshalb empfiehlt Volker Stollenwerk jugendlichen Interessenten, sich bei den Wehrführern ihrer Heimatorte über Einzelheiten einer Mitgliedschaft zu informieren.

(M. S.)