Imgenbroich: Feuerspucker statt Ferienfernsehen

Imgenbroich: Feuerspucker statt Ferienfernsehen

„Den Feuerspucker fand ich am besten”, hatte Alexander seine Auswahl getroffen. „Allerdings hätte er sagen müssen, dass wir das zuhause nicht nachmachen sollen”, schränkte der junge Mann ein.

Zusammen mit seiner Schwester gehörte der Achtjährige am Samstag zu den Besuchern der Abendvorstellung des Zirkus Hansa in Imgenbroich.

Die gut 300 aufgebauten Plätze waren bei dieser Vorstellung allerdings leider nur spärlich besetzt. „Schade, denn für Kinder ist es toll, so etwas statt im Fernsehen mal aus nächster Nähe zu sehen”, meinte ein älterer Herr, der mit seinen Enkeln die Vorstellung anschaute.

Der Familienzirkus bot tatsächlich eine nette Zwei-Stunden-Show mit allem, was man von einem kleinen Wanderzirkus erwarten darf - also nicht unbedingt eine Raubtier-Dressur, aber Messer werfende und Lasso schwingende Cowboys, einen herumalbernden Clown, wagemutige Mädchen am Trapez oder eben besagten Feuerspucker, der erst eine Drei-Meter-Flamme in den Zirkushimmel schickte und dann mit 25 kleineren Flammen „seinen persönlichen Rekord” aufstellte, wie der Moderator versicherte.

Die Familienvorstellung am Freitag war dem Vernehmen nach besser besucht, wohl auch weil da die doch recht stolzen Preise etwas reduziert waren. Und doch fragt man sich immer wieder, wie die fahrenden Künstler mit fast 100 Tieren, 40 kleinen und großen Zirkusfamilienmitgliedern und viel Ausstattung über die Runden kommen.

Vielleicht hat der Zirkus Hansa kommende Woche in Brand etwas mehr Publikum. Und wer die Vorstellung hier in der Eifel versäumt hat, kann sich den rekordverdächtigen Feuerspucker ja auch dort noch anschauen.