1. Lokales
  2. Eifel

Imgenbroich: Feuer fraß sich durch das gesamte Haus

Imgenbroich : Feuer fraß sich durch das gesamte Haus

Ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten war am Montagabend kurz nach 17 Uhr am Stammhaus in Imgenbroich im Einsatz, um ein Feuer in einem Einfamilienhaus zu bekämpfen.

Hell erleuchtet war die Straße von Scheinwerfern und zuckendem Blaulicht, rund 60 Einsatzkräfte von drei Löschgruppen waren am Werk.

In der Küche des Hauses war das Feuer ausgebrochen. Das im Haus lebende Ehepaar, ein 89-jähriger Mann und eine 67-jährige Frau, hatten zunächst noch versucht, die Flammen selbst zu löschen.

Als die Feuerwehrlöschgruppe Imgenbroich/Konzen vor Ort eintraf, befanden sich die Hausbewohner bereits auf der Straße. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei aber sollen sie am Dienstag das Krankenhaus wieder verlassen haben.

Als die Feuerwehr die Löscharbeiten aufnahm, brannte die Küche bereits in voller Ausdehnung, berichtet Brandinspektor Heiner Sauren als Einsatzleiter.

Mit einem C-Rohr wurden die Flammen bekämpft, die inzwischen auch das Treppenhaus erfasst hatten. Weiter fraßen sich in die Flammen in das Obergeschoss vor, so dass ein zweites C-Rohr zur Brandbekämpfung von außen eingesetzt wurde. Diese Aktion wurde vom Löschzug Monschau, der ebenso wie die Löschgruppe Mützenich zusätzlich alarmiert worden war, vorgenommen. Von der Drehleiter aus wurde die Dachhaut teilweise geöffnet. So wurde eine Abluftöffnung geschaffen und ein komplettes Durchzünden des Feuers in den Dachstuhl verhindert.

Defektes Elektrogerät

Im Anschluss wurde das gesamte Gebäude entraucht. Infolge der schweren Brandschäden ist das Haus nicht bewohnbar, da der Innenbereich vollkommen zerstört wurde.

Später waren noch Nachlöscharbeiten erforderlich, da sich in den Zwischendecken kleinere Brandnester gebildet hatten.

Brandursächlich ist nach bisherigem Ermittlungsstand ein technischer Defekt eines Elektrogerätes. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 150.000 Euro geschätzt.