Nordeifel: Europawahl: Rund 400 Helfer und 31 Parteien sind im Einsatz

Nordeifel: Europawahl: Rund 400 Helfer und 31 Parteien sind im Einsatz

Die Eifeler sind ein wahlfreudiges Volk: Bei der zurückliegenden Europawahl lag die Beteiligung im Südkreis klar über dem Bundesdurchschnitt von 43 Prozent. Ob der relativ hohe Anteil der Briefwähler von rund zehn Prozent allerdings auf ein hohes Wahlergebnis bei der eher wenig populären Europawahl 2009 hindeutet, darf bezweifelt werden, denn die Briefwahl ist gleich aus mehreren Gründen komfortabler geworden.

Über die Online-Dienste der Kommunen lassen sich die Briefwahlunterlagen problemlos herunterladen. Außerdem muss der Briefwähler nicht mehr - im Gegensatz zu früheren Jahren - einen Grund angeben, warum er am regulären Wahltag nicht im Wahllokal erscheinen kann.

In den drei Eifelkommunen sind am Sonntag rund 28.000 Bürger über 18 Jahre aufgerufen, ihre Stimme in einem der Wahllokale abzugeben. Sie haben hier die Wahl zwischen insgesamt 31 Parteien, darunter jede Menge Exoten wie die „Piraten” , die „Tierschutzpartei” und „Die Violetten”. Die Länge des Wahlzettels dürfte also so manchen Bürger überraschen.

Einen Überblick über die Situation in ihrer Kommune oder in ihrem Wahlbezirk können sich am Wahlsonntag die Bürger in den Rathäusern in Monschau und Simmerath verschaffen, wo ab 18 Uhr jeweils eine öffentliche Präsentation der eigehenden Ergebnisse stattfindet. Auch die Ergebnisse des Kreises Aachen sind erfasst.

Unmittelbar nach Eingang werden die Ergebnisse auf den Internetseiten der Kommunen zu finden sein, sodass man sich zwischen 19 und 20 Uhr das vorläufige Endergebnis anschauen kann.

Im Rathaus Roetgen verzichtet man auf eine öffentliche Wahlpräsentation. „Das Interesse der Bürger war bei der letzten Wahl praktisch nicht vorhanden”, zieht Wahlamtsleiter Ernst Berzborn die Konsequenzen.

Auch in den beiden anderen Rathäusern wird nicht unbedingt mit einem Massenandrang gerechnet, allenfalls in Simmerath geht Wahlamtsleiter Manfred Nellessen von einer etwas höheren Besucherfrequenz wegen des zeitgleich stattfindenden Frühjahrsmarktes aus. Dass am Marktsonntag gewählt wird, sorgt für zusätzlichen organisatorischen Aufwand in Simmerath. So muss die Gemeinde sicherstellen, dass vor dem Wahllokal in der Grundschule stets freie Parkplätze für die Wähler zur Verfügung stehen.