"Europa in Bildern erzählt": Ausstellung bis 1. September

Ausstellung bis zum 1. September : Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion zeigt Schau „Europa in Bildern erzählt“

Europa ist zu Gast im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion Aachen. Noch bis zum 1. September ist die Wanderausstellung „Europa in Bildern erzählt“ mit ausgewählten Fotografien aus dem Archiv der berühmten Agentur Magnum Photos zu sehen.

Besucher können im KuK, Austraße 9, zu den eindrücklichen Bildern ins Gespräch kommen. Sie hängen im sogenannten Kabinett auf der zweiten Etage und ergänzen die Haupt-Ausstellung „From Archive to History“. Bildungs-, Jugend- und Kultur-Einrichtungen sowie Schulen können sie auch ausleihen, und zwar kostenlos.

Kinder mit fröhlichen Gesichtern, die ausgelassen Fußball spielen im Schatten der Mauer, die von 1961 bis 1989 Deutschland zweiteilte. Junge Menschen, die mal auf ihre Laptops, mal auf Gespräche mit Gleichaltrigen konzentriert auf dem Hauptplatz im italienischen Bologna sitzen. Der Reichstag in Berlin, trotz Zerstörung noch erkennbar, im dunstigen Hintergrund vor Straßen und Plätzen, die in Schutt und Asche liegen.

Drei Momentaufnahmen, die verschiedener kaum sein könnten – und doch haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie alle stehen für Ereignisse und Situationen, die Europa als Staatenbund prägten und veränderten. Teens und Twens kennen es gar nicht anders, als dass sie jederzeit grenzenlos reisen und quer durch alle Länder und Zeitzonen kommunizieren können. Dass in ihrer Heimat Frieden herrscht, sie im Urlaub in Spanien, Italien, Frankreich mit der gleichen Währung zahlen wie zu Hause.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier ist froh, dass die Stabsstelle Kultur und das Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen die große Resonanz auf die Ausstellungen „Henri Cartier-Bresson: Europäer“ und „European Youth“ im Vorjahr zum Anlass genommen hat, ein Folgeprojekt zu initiieren.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, haben Andréa Holzherr, Global Exhibitions Director bei Magnum Photos, und Nina Mika-Helfmeier, Leiterin des KuK und der Stabsstelle Kultur, gemeinsam aus Hunderten Motiven aus dem Magnum-Archiv exklusiv 51 Arbeiten renommierter Fotografinnen und Fotografen zusammengestellt. 30 beschriftete Rahmen mit jeweils ein bis zwei Fotografien illustrieren von den Anfängen in den Nachkriegsjahren bis zum Brexit in der Gegenwart die Entwicklung Europas und Themen, die Europäer bewegen.

Denkanstöße und Hintergründe

Auf die sich immer wieder stellende Frage, wozu Europa eigentlich gut ist, liefern die Fotografien Denkanstöße und Hintergründe, wollen zudem dazu auffordern, individuelle und gern neue Antworten zu finden. Denn Anliegen der Wanderausstellung ist, den Diskurs anzuregen.

Die eindrücklichen Bilder hängen im sogenannten Kabinett auf der zweiten Etage und ergänzen noch bis Sonntag, 1. September, die Haupt-Ausstellung auf den beiden Etagen darunter: „From Archive to History“ mit rund 120 Fotografien von 60 Fotografinnen und Fotografen. Diese wiederum gewähren bis 22. September einen Einblick in die Geschichte der Fotografie im 20. Jahrhundert und sind gleichermaßen Querschnitt durch die 30.000 Abzüge umfassende Sammlung der New Yorker Howard Greenberg Gallery.

Beide Ausstellungen stehen bei freiem Eintritt zu den üblichen Öffnungszeiten jedem offen: dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Bildungs-, Jugend- und Kultur-Einrichtungen sowie Schulen, die sich zudem dafür interessieren, die Wanderausstellung „Europa in Bildern erzählt“ für jeweils zwei bis drei Wochen auszuleihen, können sich unter Tel. 0241/51982612 oder per E-Mail an projekteS16@staedteregion-aachen.de melden.

www.kuk-monschau.de

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