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Nationalpark-Schulen: Es geht um mehr als Fahne, Urkunde und Türschild

Nationalpark-Schulen : Es geht um mehr als Fahne, Urkunde und Türschild

Das NRW-Schulministerium und und das Umweltministerium des Landes haben nun 46 „Nationalpark-Schulen Eifel“ ausgezeichnet, darunter auch viele Schulen aus der Nordeifel.

Im Berufskolleg St. Nikolaus-Stift in Zülpich-Füssenich erhielten am Mittwoch 46 Schulen mit 56 Standorten die Auszeichnung „Nationalpark-Schule Eifel“. Die Schirmherrschaft für dieses Netzwerk von Schulen liegt seit Beginn des Projektes vor 13 Jahren bei dem NRW-Ministerium für Schule und Bildung sowie dem Umweltministerium NRW. NRW-Umweltminister Oliver Krischer bedankte sich bei allen Beteiligten für das riesige Engagement, das den Nationalpark Eifel zu einer Erfolgsstory des Naturschutzes gemacht habe: „Es ist toll, wie der Nationalpark in der Region unterstützt wird und sein Schutz-Gedanke über die Grenzen hinweg auch in der Region umgesetzt wird. Dass so viele Schulen den Nationalpark aktiv in die schulische Arbeit integrieren und seine Wildnis-Idee auch kreativ leben, ist ein absoluter Erfolg. Das zeigen die vielen tollen Projekte der einzelnen Schulen.“

Mehr als 20.000 Schülerinnen und Schüler setzten sich seit Projektbeginn mit der heimischen Natur und Nachhaltigkeitsfragen auseinander, das sei ein großer Erfolg der Nationalpark-Schulen. NRW-Schulministerin Dorothee Feller sendete in einem Videogrußwort ihre Glückwünsche an die Nationalpark-Schulen.
Auf einem Markt der Möglichkeiten präsentierten die teilnehmenden Schulen ihre vielfältigen Aktivitäten, mit denen sie in den vergangenen drei Jahren die Themen Nationalpark und Wildnis in den Schulalltag integriert haben. In vier Themenräumen des Berufskollegs St.-Nikolaus-Stift in Füssenich, das selber Nationalpark-Schule ist, fand ein angeregter Austausch zwischen den Schulen statt.

Insgesamt lernen und unterrichten in den Nationalpark-Schulen Eifel fast 24.000 Kinder und Erwachsene. Die beiden Projektkoordinatorinnen Leonie Fröhlich vom Fachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung Eifel und Sabine Wichmann, Lehrerin und Fachleiterin für Sachunterricht und Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V., hatten in den Wochen zuvor die Dokumentationen über die Umsetzung in den Schulen geprüft und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

 Schulleiterin Susanne Bortot (li.) und Susanne Derksen-Onasch (2. v. re.) von der Grundschule Roetgen nehmen ihre Auszeichnung als Nationalpark-Schule Eifel von Projektleiterin Sabine Wichmann vom Förderverein Nationalpark e.V. (2. v. li.) und Michael Lammertz (re.), stellvertretender Nationalparkleiter, entgegen.
Schulleiterin Susanne Bortot (li.) und Susanne Derksen-Onasch (2. v. re.) von der Grundschule Roetgen nehmen ihre Auszeichnung als Nationalpark-Schule Eifel von Projektleiterin Sabine Wichmann vom Förderverein Nationalpark e.V. (2. v. li.) und Michael Lammertz (re.), stellvertretender Nationalparkleiter, entgegen. Foto: MHA/Grundschule Roetgen

Mittlerweile läuft das Gemeinschaftsprojekt von Förderverein und Verwaltung des Nationalparks Eifel zur Auszeichnung als „Nationalpark-Schule Eifel“ seit 2009 und ist bundesweit Vorbild für vergleichbare Projekte in anderen Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten. Es ist angelehnt an die von der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen durchgeführte Kampagne „Schulen der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“, die das Umweltministerium und das Schulministerium gemeinsam ausrichten. Einige Nationalpark-Schulen Eifel nehmen seit Jahren an dieser Landeskampagne teil und sind schon mehrfach zertifizierte „Schule der Zukunft“. Das Netzwerk der Nationalpark-Schulen Eifel wurden schon zweimal als „Netzwerk der Zukunft“ ausgezeichnet.

Die Anerkennung als Nationalpark-Schule Eifel gilt in der Regel für zwei Jahre. Dieses Mal wurde der Zeitraum jedoch auf drei Jahre verlängert. Grund hierfür war unter anderem die Corona-Pandemie, welche den Schulen einiges abverlangte. Die Nationalpark-Schule verpflichten sich, den Nationalpark in ihr Schulprogramm aufzunehmen und fächerübergreifend zu thematisieren. Zahlreiche Jahrgangsklassen besuchen zudem den Nationalpark Eifel und informieren sich bei Führungen durch Fachkräfte der Nationalparkverwaltung. Als Grundlage für die Anerkennung reichen die Schulen eine Dokumentation ihrer Projektarbeiten ein.

21 Schulstandorte nahmen bereits zum 6. Mal an der seit 2009 angebotenen Auszeichnung teil. Zwei Schulen sind in diesem Jahr neu dabei sowie zwei weitere Schulstandorte und eine Schule nach einer Pause von vier Jahren. Alle ausgezeichneten Schulen erhielten zur Würdigung ihrer Arbeit eine Urkunde, ein Plakat sowie ein hölzernes Türschild und eine Nationalpark-Fahne, um sich auch nach außen als Nationalpark-Schule Eifel präsentieren zu können.