Roetgen: Erläuterungen zum verzögerten Edeka-Bau in Roetgen

Roetgen: Erläuterungen zum verzögerten Edeka-Bau in Roetgen

Die Arbeiten für den neuen Edeka-Markt an der Rosentalstraße in Roetgen gehen nur schleppend voran, immer wieder kommt es zu Verzögerungen und Änderungen in der Planung. Das hat die UWG jetzt zum Anlass genommen, im Bauausschuss der Gemeinde einen Antrag zu stellen und um einen Bericht über den baurechtlichen Genehmigungsstand zu bitten.

Aus der Bürgerschaft und der Nachbarschaft würden die OWG zunehmend Fragen zum Projekt „Edeka“ erreichen.

Verlagerung der Praxis

Durch die Verlagerung der kieferorthopädischen Praxis, die ebenfalls in dem alten Gebäude untergebracht war, in den vorderen Bereich des Grundstücks ergebe sich außerdem eine neue Planungssituation, die den Gremien der Gemeinde nicht im Detail bekannt sei, hatte die UWG in ihrem Antrag erklärt.

Deshalb bitte man darum, das Projekt in der nächsten Sitzung des Bauausschusses vorzustellen, beziehungsweise die Veränderungen im Vergleich zur Ursprungsplanung zu erläutern und die Möglichkeit einzuräumen, Fragen zu stellen, etwa zum Lärm- und Sichtschutz, zu Werbeanlagen und zu den Parkplätzen.

Der Leiter des Bauamtes, Dirk Meyer, erläuterte in der Sitzung des Bauausschusses, dass das Projekt in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan genau beschrieben sei. Die Städteregion Aachen habe aber von den Festsetzungen abweichende Befreiungen ausgesprochen, die die kieferorthopädische Praxis, die Zufahrt und die Stellplätze betreffen würden. Über eine solche großzügige Auslegung könne man streiten, eine andere Vorgehensweise hätte aber zu weiteren Verzögerungen geführt, erklärte Meyer.

Zwischenzeitlich habe ein Geologe das Gelände untersucht, dabei seien Schadstoffe gefunden worden. Der Architekt habe aber mitgeteilt, dass die Arbeiten weiterlaufen können. „Es wird gearbeitet, aber nicht in dem Tempo, wie man es gerne hätte. Dass es zäh und schwierig ist, sehen sie jeden Tag“, sagte Meyer.

Problem Sichtschutz

Zuletzt hatte Edeka den Sommer 2018 als Eröffnungstermin genannt. „Ob das klappt, werden wir sehen“, sagte Meyer. Die selbstständigen Kaufleute, die den Markt leiten werden, stünden jedenfalls in den Startlöchern. Die Voraussetzungen seien da.

Der Sicht- und Lärmschutz sei teilweise ein Problem. An der Zufahrt von der Rosentalstraße aus werde nach einem Eigentümerwechsel des Grundstücks inzwischen nicht mehr mit einer kompletten Wand geplant, worauf die Gemeinde aber bestehe. Hier sei die Bauaufsicht in der Pflicht, sagte Meyer. Es gebe auch interne Streitigkeiten, wer für die Kosten aufkommen müsse. Das sei aber nicht das Problem der Gemeinde.

Mit Blick auf die geplante Errichtung eines Werbepylons, der auch nachts leuchten soll, erklärte der Bauamtsleiter, dass dieser separat beantragt werden müsse. Ein entsprechender Antrag liege bislang aber nicht vor. Da die UWG die Sorge äußerte, dass dieser Pylon nur neben einem privaten Wohnhaus errichtet werden könne und für die Bewohner eine unzumutbare Belastung darstellen werde, einigte man sich darauf, dass der Antrag dem Bauausschuss vorgelegt werden soll.

(ag)
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