Kommern: Ergreifendes Spiel vom Überlebenskampf an der Front

Kommern: Ergreifendes Spiel vom Überlebenskampf an der Front

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern veranstaltet am Sonntag, 8. März, um 14 Uhr, im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Kriegs(er)leben im Rheinland“ noch einmal ein szenisches Geschichtsspiel zum Thema Erster Weltkrieg.

Unter dem Titel „Vom Hurrapatriotismus zum Schrecken des Stellungskrieges“ schildert der bekannte Geschichts-Akteur Kai-Ingo Weule in der Rolle des „Reservisten Friedrich Schmitz aus Bornheim“ in wechselnden Spielszenen von seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg.

Anfänglicher Kriegsbegeisterung folgt schon bald die Ernüchterung: Vom Leid und Tod vieler Kameraden geprägt, berichtet Schmitz in ergreifender Weise vom täglichen Überlebenskampf an der Front, von Giftgaseinsatz, Trommelfeuer und mangelhafter Versorgung.

Alle Auswirkungen des Krieges auf das Denken und Fühlen eines Menschen werden in den Spielszenen unter Einsatz zeittypischer Anschauungsobjekte, Requisiten und Toncollagen dargestellt. Die Besucher werden in die Spielszenen einbezogen — ein Programm, das sich an Teilnehmer ab 14 Jahren richtet und unter die Haut geht.

Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro, eine Anmeldung ist erforderlich. Die szenische Geschichtsdarstellung kann übrigens auch von Gruppen und Schulklassen an allen Wochentagen gebucht werden. Anmeldung und Buchung bei Kulturinfo Rheinland unter Telefon 02234/9921-555 oder per E-Mail an info@kulturinfo-rheinland.de.

Die Ausstellung „Kriegs(er)leben im Rheinland — Zwischen Begeisterung und Verzweiflung“ wird gefördert von der NRW-Stiftung und läuft bis 18. Oktober 2015. Sie ist Teil des Verbundprojektes „1914 — Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ des LVR-Dezernates Kultur und Umwelt mit verschiedenen Partnern.

Schirmherrin des Projektes ist NRW-Familienministerin Ute Schäfer. Die Öffnungszeiten bis 31. Oktober sind von 9-19 Uhr, ab 1. November bis 31. März, 10-17 Uhr, ab 1. April 9-19 Uhr. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 6,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist der Eintritt frei. Die Parkgebühr beträgt 2,50 Euro.

Mehr von Aachener Zeitung