Kesternich/Rurberg: Entsetzen nach tödlichem Motorrad-Unfall bei Rurberg

Kesternich/Rurberg : Entsetzen nach tödlichem Motorrad-Unfall bei Rurberg

Der schwere Unfall mit tödlichem Ausgang zwischen Kesternich und Rurberg sorgt auch Tage danach noch für Entsetzen. Ein 31-jähriger Motorradfahrer aus Bad Münstereifel war nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen am Samstag auf der Landesstraße 166 noch am Unfallort gestorben. Zwei weitere Motorradfahrer wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Immer wieder kommt es auf dieser bei Motorradfahrern beliebten Strecke zu schweren und tödlichen Unfällen. „Das Verkehrskommissariat prüft derzeit den Unfallhergang. Dazu, ob der Unfall auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist, kann man im Moment noch keine Aussage treffen“, sagt Andreas Müller, Sprecher der Aachener Polizei. „Ein Unfallrekonstruktionsgutachten kann in manchen Fällen eine lange Zeit in Anspruch nehmen — manchmal auch Wochen.“

Nach Erkenntnissen der Polizei war ein 60-jähriger Lastwagenfahrer auf der L166 in Richtung Kesternich unterwegs. In Höhe der Jugendherberge bog er zwecks Anlieferung nach links in die Einfahrt ab. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Motorradfahrer, der dabei tödlich verletzt wurde. Zwei nachfolgende Motorradfahrer kamen ebenfalls zu Fall. Ein 26-Jähriger aus Eschweiler wurde schwer, ein weiterer leicht verletzt. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Der Mann aus Eschweiler befinde sich derzeit noch im Krankenhaus, Lebensgefahr bestehe aber aus ärztlicher Sicht nicht, berichtet die Polizei weiter auf Nachfrage. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die L166 zwischen Rurberg und Kesternich für fünf Stunden gesperrt werden.

Auf unseren Internetseiten fragen indes viele nach dem Sinn und Zweck der Rüttelstreifen, die 2016 ein Stück oberhalb des Unfallortes auf der L166 in den Asphalt eingebaut wurden, wenn solche Unfälle trotzdem nicht verhindert werden können.

Auf einer Länge von insgesamt 55 Metern sollen die Rüttelstreifen dafür sorgen, dass Motorradfahrer das dort vorgeschriebene Tempo von 50 Stundenkilometern einhalten. In der Städteregion Aachen war es damals die erste Maßnahme dieser Art. Zuständig für den Einbau der Rüttelstreifen ist der Landesbetrieb Straßen.NRW.

Anders als Viele glauben würden, seien die Streifen keine Hindernisse, die Motorradfahrer zwingen würden, langsamer zu fahren. „Die Streifen sollen wachrütteln und darauf hinweisen, dass jetzt eine besonders gefährliche Situation kommen kann“, erklärt Alfred Sebastian, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr von der Niederlassung des Landesbetriebs in Euskirchen.

Im Abstand von fünf Metern weisen auf der L166 zunächst zwei Rüttelstreifen auf die kommende Gefahrenlage hin. Nach 20 Metern glatter Fahrbahn folgen danach erneut fünf Streifen. Sie reichen quer über die komplette Fahrbahn.

(cap)
Mehr von Aachener Zeitung