Roetgen: Energiesparen ein lohnendes Ziel: Beratung im Rathaus

Roetgen: Energiesparen ein lohnendes Ziel: Beratung im Rathaus

Das Jahr ist schon wieder rum: Der Verein „altbau plus” aus Aachen macht in dieser Woche auf seiner Tour durch die Region Station im Roetgener Rathaus. Doch in diesem Jahr ist etwas anders: Nicht nur der Aachener Beratungsverein ist vertreten, sondern auch Energieeffizienzplaner und -partner geben vor Ort kleine Einblicke in ihre Leistungsspektren.

Der Grund liegt für Michael Stephan, „altbau plus”-Geschäftsführer, auf der Hand: Nach einem Beratungsgespräch kommt immer die Frage: Wer macht das? Weil sich „altbau plus” jedoch neutral verhalten müsse und keine Firma und keinen Architekten empfehlen dürfe, habe man ein Label ins Leben gerufen, unter dem sich Firmen einem Energiekodex unterwerfen, Qualitätskriterien erfüllen und sich regelmäßig fortbilden.

In Roetgen ist, wie in der gesamten Städteregion, bei den Beratungen noch „Luft nach oben”. Um Interessenten den weiten Weg nach Aachen zu ersparen, der doch oft gescheut werde, komme man in die Rathäuser der Region, so Michael Stephan.

Kosten oft ein Hemmnis

Ein großes Hemmnis seien die Kosten, gekoppelt mit der Resignation, dass sich ohnehin alles nicht lohne. „Das muss nicht stimmen”, betont Stephan. Wer gut plane und sich aus den selten leeren Fördertöpfen bediene, für den könnten sich die Investitionen nach etwa 15 Jahren amortisiert haben. So bringe es beispielsweise wenig, ein kaputtes Dach zu reparieren, drei Jahre später die Fassade zu dämmen und dabei festzustellen, dass der Dachabstand nicht mehr stimme. Das sei Geldverschwendung, zu vermeiden durch ein gut durchdachtes Gesamtkonzept. Das wiederum liefere „altbau plus”.

Energiekosten explodieren

Für Heinz Mertens, Stellvertreter des Bürgermeisters, ist die Ausstellung im Foyer das Rathauses, die noch bis Freitag läuft, eine „Verpflichtung gegenüber dem Bürger”, ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren. Er selbst wohne in einem Haus aus der 1950er Jahren. Er sei erstaunt gewesen, was da alles zusammenkomme: „Da kann man einiges an Energiekosten einsparen.”

Das wird laut Michael Stephan auch nötig sein, denn es stehe ein Energiewandel ins Haus, und mit einer Sanierung lege man sich für die nächsten 25 oder 30 Jahre energetisch fest. Absehbar sei, dass in wenigen Jahren die Kosten für die herkömmlichen Energieträger förmlich explodieren und das Budget vieler Haushalte stark belasten. Deshalb sei man auch mit Blick darauf gut beraten, „gut aufgestellt” zu sein.

Vortrag im Rathausund Beratungen

Im Ratssaal in Roetgen beginnt am Donnerstag, 24. November, um 18 Uhr ein Vortrag über Altbausanierung von Sabine Fenchel und Michael Stephan (beide „altbau plus”). Anschließend, ab etwa 19 Uhr, beraten Architekten und Fachfirmen interessierte Bürger. Information und Anmeldung: E-Mail info@altbauplus.de und Tel. 0241/4138880, Fax: 0241/41388899.
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