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Sekundarschule: Eltern von Viertklässlern drücken die Schulbank

Sekundarschule : Eltern von Viertklässlern drücken die Schulbank

Die Sekundarschule Nordeifel bietet in diesem Herbst an beiden Standorten sogenannte Elternhospitationen an, in deren Rahmen sich Eltern ein Bild vom Unterricht und den neuen Lehr- und Lernmethoden machen können.

Mehr Transparenz geht nicht: Normalerweise präsentieren die weiterführenden Schulen sich meist im Herbst bei den sogenannten Infotagen oder Tagen der offenen Tür einem breiteren Publikum. Dabei zeigt jede Schule sich logischerweise von ihrer besten Seite, um Viertklässler und deren Eltern für die Schule zu begeistern.

Auch an der Sekundarschule Nordeifel wird es solche Infotage in diesem Jahr wieder geben, und zwar am Samstag, 12. November, von 10 bis 12 Uhr am Standort Simmerath, und am Samstag, 10. Dezember, ebenfalls von 10 bis 12 Uhr am Standort Hürtgenwald. Und natürlich wird die Sekundarschule auch dort alles präsentieren, was die Einrichtung ausmacht, und über alles informieren, was die Eltern und jetzigen Viertklässler wissen möchten. „Das ist ein wichtiger Tag für unsere Schule, weil er zeigt, was uns besonders macht und was uns von anderen Schulen unterscheidet“, sagt Konrektorin Melanie Müller, ergänzt aber: „Wir möchten aber noch etwas weitergehen und uns noch mehr öffnen, in dem wir einen Einblick in das echte Unterrichtsgeschehen geben. Da ist nichts konstruiert, sondern alles so wie wir das hier täglich praktizieren“, wirbt Müller. „Eltern-Hospitationen“ nennt sich diese Neuerung, die zeigen soll, dass die Eltern hier herzlich willkommen sind und man sich gerne öffnet für Einblicke von außen.

Zu diesem besonderen Einblick lädt die Sekundarschule alle Eltern der aktuellen Viertklässler an allen Grundschulen in der Nordeifel, von Roetgen bis Steckenborn, von Konzen bis Lammersdorf und von Simmerath bis Mützenich/Höfen, herzlich ein. Die sogenannten Hospitationen sind in Simmerath möglich am 22., 23. und 30. November sowie 2. Dezember jeweils von 8.15 bis 9.50 Uhr, also in den ersten zwei Schulstunden. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich, diese nimmt Schulsekretärin Simone Kreutz unter Tel. 02473-9378280 entgegen. In Hürtgenwald sind die Hospitationen nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 02429-944029 möglich.

Die Eltern werden an diesen vier Tagen indes keinen einfachen Frontalunterricht erleben, sondern lernen die sogenannten Lernbüros kennen, mit denen die Sekundarschule mittlerweile schon den zweiten Jahrgang in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch unterrichtet. „Schule neu denken“ heißt das Konzept, das eine moderne Herangehensweise und eine andere Lernatmosphäre verkörpert, und das sich bei den aktuellen Fünft- und Sechstklässlern bereits sehr bewährt hat.

„Das neue Konzept basiert auf drei Säulen“, erläutert Melanie Müller. Die erste Säule ist das Lernbüro, welches die Eltern bei der Hospitation kennenlernen können. „Im Lernbüro arbeiten die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend in den Hauptfächern und weitgehend selbstständig, aber im Beisein einer Lehrkraft“, so Müller. Auch Angebote für LRS und Dyskalkulie bietet das Lernbüro. Die zweite Säule ist das Lern-Coaching, das eine engere und individuelle Bindung zwischen Schüler und Lehrer aufbaut. „Das im Unterricht Gelernte wird hierbei regelmäßig reflektiert, ebenso das Sozialverhalten der Schüler“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin. Die dritte Säule des neuen Konzepts ist die sogenannte Projektarbeit, die in regelmäßigen Projekttagen zu einem bestimmten Thema mündet.

Von diesem Konzept, das mit anderen Grundsteinen der Sekundarschule (drei Tage Ganztag pro Woche, Lernzeit statt Hausaufgaben und individuelle Förderung statt „Sitzenbleiben“) einhergeht, möchte die 2013 gegründete Schule nun weitere Eltern und Kinder überzeugen – beim Infotag, aber vor allem auch bei den Hospitationen.

(hes)