Simmerath: Einsatz für Erhalt der Nordeifeler Notfallpraxis

Simmerath: Einsatz für Erhalt der Nordeifeler Notfallpraxis

Das Simmerather Komitee „Rettet das Krankenhaus!“ hat sich jetzt in einem Appell an die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein gewandt, um sich für den Fortbestand der Nordeifeler Notfallpraxis stark zu machen.

Noch gibt es keine Zusage, dass die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die in den Räumen des Simmerather Krankenhauses untergebracht ist, auch weiter aufrecht erhalten wird.

Im Rahmen der Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein hat die Vertreterversammlung am 11. Februar die Notdienstbezirke neu definiert. Danach verbleiben im Raum Aachen-Land nur noch zwei, gegenüber vorher vier Notfallpraxen.

Das Komitee appelliert nun an die Kassenärztliche Vereinigung, den Notdienst in den Räumlichkeiten des Krankenhauses Simmerath auch in Zukunft unverändert zu gewährleisten. Der Appell richtet sich auch an die Kassenärzte in der gesamten Städteregion Aachen, sich gegenüber den Bürgern der ländlichen Kommunen in Monschau, Roetgen und Simmerath solidarisch zu verhalten.

Die lokale Anbindung der KV-Praxis an das Krankenhaus habe sich in Krisensituationen durch die sofort mögliche Weiterleitung von schwerst erkrankten Patienten im Einzelfall als unschätzbarer Vorteil erwiesen.

Fahrten nach Stolberg oder Eschweiler seien wegen der Entfernung, der topografischen Lage, insbesondere im Winter bei Eis und Schnee, unzumutbar, argumentiert das Komitee. Von Kalterherberg oder von Hirschrott aus seien es bis nach Stolberg sind es 39 Kilometer, nach Würselen sogar 46 Kilometer.

„Einen Wegfall oder die Einschränkung der Notfallpraxis in Simmerath wird die Bevölkerung der Eifel im Bereich Monschau, Roetgen, Simmerath nicht akzeptieren“, heißt es unmissverständlich in dem Appell.

Gleichzeitig erinnert das Komitee an eine ähnliche Situation aus dem Jahr 2008, als es um den Erhalt der Geburtshilfestation im Simmerather Krankenhaus ging. Damals beteiligten sich über 3000 Personen an einer Demonstration.

Das Komitee lässt allerdings offen, ob man auch für den Erhalt der Notfallpraxis eine vergleichbare Aktion plant.

Als einen „unerträglicher Zustand“ wertet das Komitee auch die Situation des ebenfalls vor einiger Zeit veränderten Apothekennotdienstes. Am vergangenen Wochenende habe man als Patient in der Eifel zwischen Apotheken in Herzogenrath, Aachen, Niederzier, Düren, Kreuzau und Heimbach wählen können.

(P. St.)
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