Nordeifel: Einen positiven Zugang zur Natur finden

Nordeifel: Einen positiven Zugang zur Natur finden

Ein außerschulischer Lernort mitten im Grünen, dafür steht der Natur-Erlebnis-Treff (NEsT) im Nationalpark-Jugendwaldheim Urft. Hier locken Wald statt Klassenzimmer, Tiere und Pflanzen statt Schulbücher - und die Kinder sind begeistert.

Schulen aus ganz NRW sind hier zu Gast, schwerpunktmäßig Grund- und Förderschulen. Ein „Wiederholungstäter“ aus Überzeugung ist die Annaschule aus Aachen: Die Grundschule ist in diesen Tagen zur 50\. Erlebniswoche im Jugendwaldheim.

Anlässlich des Jubiläums gab es eine kleine Feierstunde, zu dem der Leiter der Einrichtung, Guido Senkel, eingeladen hatte. Der Einladung folgten Lehrerinnen der Aachener Schule mit ihren ehemaligen Kolleginnen. „Das war immer eine tolle Woche“, erinnert sich Cornelia Teusen.

Seit zwei Jahren im Ruhestand blickt die Lehrerin auf erlebnisreiche Klassenfahrten ins NEsT zurück — neunmal war sie mit den Kindern dort. Angeregt tauschten die Lehrerinnen bei der Feierstunde die eine oder andere Anekdote aus den vergangenen Jahren aus.

Früher war die Zeit im Jugendwaldheim ein Mix aus Unterricht und praktischer Waldarbeit. Spätestens seit der Einführung des Nationalparks Eifel im Jahr 2004 hat sich das gewandelt: Einen positiven Zugang zur Natur zu entwickeln, steht seitdem im Vordergrund.

„Natur erleben“ und „Natur erforschen“ sind die zwei Säulen, auf denen die Umweltbildung im NEsT steht. „Die Kinder, die zu uns kommen, haben im Alltag nur ganz selten Kontakt zur Natur“, stellt Guido Senkel fest.

Der in der Regel fünftägige Aufenthalt in der Einrichtung sei eine Chance, eine verloren gegangene Neugier auf die Natur zu wecken und damit auch sich selbst weiter zu entwickeln.

Das Jugendwaldheim Urft ist eine Einrichtung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Das in der Regel einwöchige waldpädagogische Angebot des Natur-Erlebnis-Treffs (NEsT) richtet sich an alle Schulklassen NRWs, mit Schwerpunktsetzung auf Grund- und Förderschulen.

Zusätzlich können sich in den Schulferien des Landes NRW auch Schulklassen anderer Bundesländer, sowie freie Kinder- und Jugendgruppen anmelden. Dies gilt insbesondere auch für Gruppen von Flüchtlingskindern. Die Angebote stehen unter dem Motto „Natur erleben mit allen Sinnen“ und bieten einen hohen tatsächlichen Outdoor-Anteil.

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