Einblick in die Geologie vom Nationalpark Eifel

Einblick in die Geologie des Nationalparks : Watt im Wald und Falten im Kugelhagel

Wie hat sich die Landschaft im Nationalpark Eifel entwickelt? Das können Gäste bei einer geführten und kostenfreien Wanderung erfahren. Ein Experte vom Geologischen Dienst NRW informiert Interessierte dazu.

Einmal im Jahr lädt der Geologische Dienst NRW zusammen mit der Nationalparkverwaltung Eifel am Tag des Geotops zu einer besonderen und kostenfreien Wanderung ein. Dieses Jahr findet die Führung am Sonntag, 15. September, statt. An der Seite eines Geologen und des Nationalpark-Rangers Thomas Schmitz erfahren die Gäste mehr über Erd- und Landschaftsgeschichte.

Auf der Wanderung erkunden die Gäste verschiedene Geotope – erdgeschichtliche Bildungen, die die Entwicklung der Erde verdeutlichen. Neben dem malerischen Urftsee führt die etwa acht Kilometer lange Strecke vorbei an spektakulären Felsen. Vor rund 400 Millionen Jahren erstreckte sich auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks Eifel ein Meer. Damals waren die „Gesteine“ sandige und tonige Ablagerungen des flachen, warmen Meeres.

Sie wurden in viele Kilometer Tiefe versenkt, zu Festgesteinen umgewandelt, gefaltet und gelangten durch Hebungsprozesse wieder an die Erdoberfläche. Heute zeigen versteinerte Wellenrippel den Wattcharakter dieser Ablagerungen. Eine Felswand gegenüber von Vogelsang wurde durch Artillerieübungen belgischer Soldaten freigelegt, Falten im Gestein zeigen die Dynamik einer alten Gebirgsbildung.

Die Wanderung beginnt am Parkplatz an der Jugendherberge Gemünd. Die Wanderstrecke ist für Kinderwagen geeignet. Der Rückweg erfolgt über die Victor-Neels-Brücke nach Vogelsang. Die Rückfahrt kann von dort mit dem Nationalpark-Shuttle SB82 nach Gemünd erfolgen. Die Fahrtkosten sind von den teilnehmenden Gästen selbst zu begleichen. Beginn ist am 15. September, 11 Uhr, Dauer: etwa fünf Stunden, Treffpunkt ist der Parkplatz an der Jugendherberge Gemünd, Im Wingertchen 9, 53937 Schleiden.

Die Teilnehmenden sollten wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Am Ausgangspunkt ist eine Einkehrmöglichkeit gegeben, Rucksackverpflegung wird empfohlen. Die Wanderung selbst ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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