Strauch: Ein Stück mit Witz, Charme und Bosheit

Strauch: Ein Stück mit Witz, Charme und Bosheit

„Wenn man den Fernseher einschaltet, was sieht man … Krimis. Dem konnten wir uns auch nicht verschließen und haben uns deshalb in diesem Jahr eine Kriminalkomödie ausgesucht.“ So begrüßte die Vorsitzende des Frauen- und Müttervereins Angelika Strauch am Wochenende die zahlreichen Gäste im Pfarrheim in Strauch.

Der Saal war sowohl am Samstag als auch am Sonntag voll besetzt und die Gäste erwartete ein turbulenter Theaterabend.

Auf einem Bauernhof liegt der reiche Bauer im Sterben, da finden sich alle Erben ein und lassen sich vom Dienstmädchen Sofie (Jutta Breuer) bedienen. Tochter Anna hat auf dem Weg einen Landstreicher angefahren und diesen kurzerhand gemeinsam mit seinem Freund mit auf den Hof gebracht. Karli (Annemarie Matheis) ist fast blind und Michi, hervorragend dargestellt von Katja Braun, ist nahezu taub.

Die beiden versuchen die Situation auszunutzen und suchen nach Diebesgut. Dabei finden sie im Schrank die Leiche von Enkel Martin. Diese stumme Rolle spielte Reinhilde Braun. Da die beiden befürchten, mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden, planen sie, die Leiche zu entsorgen. Dr. Maler (Gisela Virnich), der sich als Vertretung des Hausarztes vorstellt, entpuppt sich aber als Polizeikommissar, der die Lage richtig erkannt hat und die Beiden bittet, ihm bei der Suche nach dem Mörder behilflich zu sein.

Nach dem Tod des Bauern trauern die Kinder, Sohn Klaus (Heike Löhrer), die Töchter Eva (Karin Scheen) und Anna (Angelika Strauch) und die Enkelin Marie (Janine Strauch) um den Verstorbenen und geben zunächst alle an, den Enkel Martin, der wohl alles erben sollte, zu vermissen.

Es stellt sich jedoch heraus, dass Klaus und Eva sehr wohl wissen, wo dieser zu finden ist, und versuchen nun ihrerseits die Leiche aus dem Schrank verschwinden zu lassen. Dank Michi und Karli gelingt es Dr. Maler, die Bösewichte dingfest zu machen und er empfiehlt den beiden, das Angebot des verstorbenen Bauern anzunehmen und auf dem Hof bei der dort verbleibenden Tochter Anna sesshaft zu werden.

Die Akteure, wie üblich alle weiblich, glänzten in ihren Rollen, die allesamt passend besetzt waren. Mit Witz, Charme und Bosheit zeigten sie, dass sie auch im Metier der Krimis eine gute Figur auf der Bühne machen. Die Zuschauer waren begeistert und sparten nicht mit Applaus. Angelika Strauch bedankte sich beim Publikum, bei den Mitwirkenden und bei den Mitgliedern des St. Josef-Vereins für die Mithilfe bei der Bewirtung der Gäste.

Der Mütterverein wird am kommenden Wochenende noch zweimal mit dem Stück „Tango zum Leichenschmaus“ auftreten.

(breu)
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