Hürtgenwald-Vossenack: Ein kurzweiliger Musikabend in der Vossenacker Aula

Hürtgenwald-Vossenack: Ein kurzweiliger Musikabend in der Vossenacker Aula

Ein gelungener Abend war das diesjährige Frühjahrskonzert des Schulorchesters, der Bläserprojekte und der Klassen fünf und sechs des Franziskus-Gymnasiums Vossenack. Mit schönen Stimmen und teilweise auch ungewöhnlichen Instrumenten wurde dem Publikum in der Aula ein abwechslungsreiches Konzert dargeboten.

Nachdem Schulleiter Pater Peter Schorr die zahlreich erschienenen Gäste in der guten Stube der Schule empfangen hatte, kam auch schon das Bläserprojekt der fünften Klasse auf die Bühne. Mit „What a wonderful world“ von Louis Armstrong eröffneten die Jüngsten unter der Leitung von Gerd Hachmer das Konzert.

Auch die Förderung an Blasinstrumenten wird am Franziskus-Gymnasium groß geschrieben, wie beim Konzert zu hören war.

Trotz mangelnder Übungszeit — die Kinder nehmen teilweise erst seit zwölf Wochen Musikunterricht — waren diese und die weiteren Darbietungen von Steven Foster‘s „Camptownraces“ und „Oh Susanna“ äußerst eindrucksvoll. Beim bislang schwersten Stück des Bläserprojektes der fünften Klasse, „A little bit of Latin“, wurde nochmals bewiesen, dass sich Fleiß und Mühe für die Schüler gelohnt haben.

Zu Beginn der nächsten Aufführung wurde eine kleine Frühlingsgeschichte erzählt. Die Gäste sollten sich vorstellen, an einem sonnigen Tag von einer Fliege gestört zu werden. Auf Stichwort stürmten die Schüler der Klasse 6c zur „Fliegenjagd“ die Bühne. Mit synchronem Schlagen von Fliegenklatschen war tatsächlich eine Melodie zu hören.

Als nächstes kam die Klasse 5b auf die Bühne, um John Ritter‘s „Schau auf die Welt“ aufzuführen. In Begleitung eines Films sangen die Schüler mitreißend über die vielen schönen Dinge, die es auf der Welt zu sehen, hören und fühlen gibt. Dirigent und Musiklehrer Reinhard Palm stellte danach das Bläserprojekt der sechsten Klasse vor. Die geübten Schüler beeindruckten mit ihrer Leistung bei den Stücken „Hausparty“, „Rhythm and Blues“ und „Close Finish“ von Jacob De Haan.

Auch der folgende Beitrag wurde vom Publikum mit großem Applaus bejubelt. Das Gesangsduo Caro und Edda aus der sechsten Klasse führte eine ganz eigene Version von „I‘ll think of you“ von Kurt Schneider eindrucksvoll auf.

Auch der folgende Auftritt war ungewöhnlich: Nach einer kurzen Einleitung in den altbekannten Schulalltag erzeugten die Schüler der Klasse 6b mit ihren Kulis und durch Stampfen eine Melodie. Sie waren bei ihrem Auftritt „Geistesblitz“ auf der Suche nach einer Idee in ihrem alltäglichen Schulleben.

Ein Ensemble eifriger und fleißiger Musikschüler des Gymnasiums zeigte dem Publikum eine tolle Darbietung von Adeles Welthit „Skyfall“ und dem aus dem Radio bekannten „Hey Soul Sister“ der amerikanischen Band Train.

Anspruchsvolle Blasmusik

Das Lied „Boom Dong Dong“ wurde von der Klasse 6a unter der Leitung von Reinhard Palm mit sogenannten „Boomrackers“ aufgeführt: bunte Kunststoffröhren, die unterschiedlich lang sind und somit verschiedene Töne erzeugen. Das Wichtige ist dabei, an der richtigen Stelle mit der Röhre auf die Hand zu schlagen, was die Schüler hervorragend umsetzten.

Kurz vor Ende des Konzertes trat noch einmal die Klasse 6c auf, diesmal aber nicht mit Fliegenklatschen, sondern mit Klavierbegleitung von Simone König. Sie sangen Peter Schilling‘s „Major Tom“ aus dem Jahr 1982, der Zeit der Neuen Deutschen Welle.

Die Orchester AG, die eine Fortsetzung der Bläserklasse aus dem fünften und sechsten Schuljahr darstellt, spielte drei äußerst anspruchsvolle Stücke. „Fluch der Karibik“, „Rolling in the deep“ und die Titelmusik zu Walt Disneys „The Lion King“ waren wirkliche Highlights des Abends.

Zu dieser AG gehören die älteren Schüler, die nach Ende des Bläserklassenprojektes ihren Musikunterricht weitergeführt haben und nun auf einem äußerst hohem Niveau angelangt sind. Zu ihnen gehört auch die Zehntklässlerin und Querflötistin Hannah Breidenich, die zwar mit ihrer AG nur alle zwei Wochen proben kann, jedoch aufgrund ihrer Erfahrung vor Auftritten „gar nicht mehr aufgeregt“ ist, wie sie erzählt.

Zum krönenden Abschluss eines kurzweiligen Abends kamen dann nochmal alle mitwirkenden Klassen auf die Bühne, um in Begleitung der Orchester AG und mit kräftiger Unterstützung der Zuschauer Andreas Bourani‘s Hit „Auf uns“ zu singen.

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