Eicherscheid: Ein kleiner Verein, der Großes leistet

Eicherscheid: Ein kleiner Verein, der Großes leistet

Ein kleiner Verein, der Großes bewirkt: Sage und schreibe rund 300000 Euro hat der Förderverein der Förderschule Eicherscheid in den 25 Jahren seit seiner Gründung 1985 erwirtschaftet. Mit dieser beachtlichen Summe, die dem Preis für ein schönes Einfamilienhaus entspricht, wurden in diesen zweieinhalb Jahrzehnten zahllose Projekte der Schule unterstützt, die vielen Kindern und Jugendlichen halfen und helfen, ihren schulischen Weg trotz Benachteiligung gehen zu können.

Mit dieser beachtlichen Summe, die dem Preis für ein schönes Einfamilienhaus entspricht, wurden in diesen zweieinhalb Jahrzehnten zahllose Projekte der Schule unterstützt, die vielen Kindern und Jugendlichen halfen und helfen, ihren schulischen Weg trotz Benachteiligung gehen zu können.
Das 25-jährige Bestehen des Fördervereins war nun Anlass zu einer kleinen Feierstunde, ein kleiner aber erlesener Kreis geladener Gäste hatte sich zum Jubiläum in der Licht durchfluteten Mensa an der Bachstraße eingefunden. Der Kammermusikkreis Simmerath unter Leitung von Friedhelm Schütz bereicherte die Feierstunde mit klassischen Klängen von Beethoven und Cimarosa, und die guten „Küchengeister” sorgten mit Unterstützung von Schülerinnen und Schülern für das leibliche Wohl der Gäste.

Zeitungsartikel aus 25 Jahren

Auf einer Leinwand riefen Zeitungsartikel Spendenübergaben, Aktionen und Berichte über den Förderverein der letzten 25 Jahre in Erinnerung und zeigten, wie effektiv der Verein im Stillen arbeitet.

Vorsitzender Erwin Victor begrüßte Vertreter der Schule und des Zweckverbandes sowie Wegbegleiter des Fördervereins und hob zwei langjährige Aktivposten besonders hervor: Schatzmeister Heinz Kreitz aus Konzen und Schulsekretärin Irmgard Goffart aus Simmerath erhielten Präsente für ihre ehrenamtliche Arbeit, „ohne die der Verein niemals so erfolgreich hätte arbeiten können”, so Victor.

Schulleiter Robert Knauf erinnerte an zahlreiche projekte, die ohne einen Förderverein „nicht oder nicht in diesem Maße hätten realisiert werden können”. Der schuleigene Bus oder die Reittherapie, behindertengerechte Möbel und der schöne Schulteich, das gesunde Frühstück oder diverse Spielgeräte sind nur einige Beispiele, was mit Einsatz und hilfsbereiten Spendern bewerkstelligt werden kann. „Das Geld ist sicherlich wqichtig für den Verein und die Schule; mindestens ebenso wichtig ist aber, dass dieser Verein den Menschen in der Region die Gelegenheit gibt, sich mit dieser Schule solidarisch zu zeigen, sei es durch eine Mitgliedschaft oder jede andere Form der Unterstützung”, hob Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath und Vorsteher des Förderschul-Zweckverbands hervor.

Hermanns lobte die politische Zusammenarbeit im Zweckverband, dem die vier Kommunen Monschau, Roetgen, Simmerath und Hürtgenwald angehören, der aber gemeindeübergreifend seit Jahrzehnten hervorragend harmoniere. „Wenn uns bei der künftigen Gemeinschaftsschule die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen nur ansatzweise so gut gelingt wie im Zweckverband der Förderschule, dann sind wir ein gutes Stück weiter”, hat die Förderschul-Kooperation für Hermanns Vorbildcharakter.

Das bekräftigte Heribert Vroemen als Schulpflegschafts-Vorsitzender und lobte den „menschlichen Zusammenhalt an dieser Schule”, die ihren festen Platz in der Region habe. „Hier wird niemand ausgegrenzt oder alleine gelassen”, sprach Vroemen von gelebter Solidarität, die der Förderverein mit seiner Arbeit unterstütze.

Beim Blick aus dem Fenster konnten sich die Gäste gleich vom nächsten Projekt überzeugen, das auch mit Hilfe des Fördervereins gerade entsteht: Unterhalb der Mensa laufen die Bauarbeiten für einen großen Spielplatz, auf dem die Kinder der Ganztagsschule ein wenig Abwechslung vom Lernen genießen können.