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Höfen: Ein Gewinn für das ganze Dorf

Höfen : Ein Gewinn für das ganze Dorf

14 Tage liegt die Bereisung der Jury quer durch Höfen im Rahmen des Europäischen Dorfwettbewerbs jetzt schon zurück.

Am Christi Himmelfahrtstag zeigte sich der Ort vor den Augen der vierköpfigen internationalen Jury von seiner sympathischen Seite, aber auch mit aller Erfahrung ausgestattet, die es gilt, in einen solchen Wettbewerb einzubringen, um an Ende belohnt zu werden.

Nachhaltige Wirkung

Alles Bemühen nützt aber nichts, wenn die Bevölkerung mit ihrem Engagement nicht 100-prozentig hinter der Idee steht, und bereit ist, durch aktive Mitwirkung ein perfektes Gesamtbild zu zeigen. Höfens Ortsvorsteher Heinz Kerkmann konnte sich in diesem Punkt 100-prozentig auf seine Mitbürger verlassen, die nicht nur bei der Jury einen starken Eindruck hinterlassen haben, sondern auch selbst die nachhaltige Wirkung eines solchen Wettbewerbs verspüren.

So sei die Teilnahme am Europa-Wettbewerb schon jetzt ein Gewinn für das gesamte Dorf, betont Heinz Kerkmann im Gespräch mit der Lokalredaktion Nordeifel. Mit Freude und Stolz erfülle es ihn, dass die Dorfbevölkerung mit soviel Engagement für die gemeinsame Sache den Wettbewerb unterstützt habe.

Ab Mitte Juli steigt die Spannung im Höfen, denn dann erwartet man täglich die Bekanntgabe des Ergebnisses.

Das Bundesgolddorf Höfen vertritt als einzige von 4000 Ortschaften das Land Nordrhein-Westfalen beim Europäischen Wettbewerb. Insgesamt sind 32 Dörfer aus 11 Nationen angetreten.

Da ist die Konkurrenz groß und international, aber die Höfener sind selbstbewusst genug, um zu spüren, dass sie mit ihrer runden Präsentation am frühlingshaften Feiertag eine tiefgreifende Wirkung bei den Juroren nicht verfehlt haben dürften.

Am 7. Oktober findet dann im Großen Walsertal in Österreich die große Preisverteilung statt. Nach Bekanntwerden der Höfener Platzierung spätestens Ende Juli wird man dann entscheiden, in welcher Form (vielleicht eine gemeinsame Busfahrt?) man daran teilnimmt.

Bleibende Eindrücke

Es dürfte aber unabhängig vom Ergebnis vermutlich wieder eine größere Gruppe mitfahren, war der Wettbewerb doch auch dazu angetan, das Zusammengehörigkeitsgefühl, die dörfliche Identität und nicht zuletzt die Vereine zu stärken. In einer Vorbesprechung hatten sich seinerzeit alle Höfener Vereine einstimmig für die aktive Mitwirkung am Wettbewerb ausgesprochen, was für den Ortsvorsteher auch die wichtigste Voraussetzung war, sich überhaupt um eine Teilnahme zu bewerben.

Heinz Kerkmann übt sich zwar in gewohnter Bescheidenheit, aber ihm ist keineswegs entgangen, dass der dreistündige Besuch auch für die Jury ein tiefgreifendes Erlebnis war. Man habe es noch nie erlebt, bei der Ankunft mit Musik empfangen zu sein, zitiert der Ortsvorsteher ein Jurymitglied, das bei der Abschlussbesprechung ebenso begeistert war wie auch der Vertreter aus Slowenien, der sogar in seiner Landessprache willkommen geheißen wurde. Der gesamte Ort ließ die kleine Kommission mehrmals staunen; die gepflegten Gärten, die mächtigen Schutzhecken und die idyllischen Eifelhäuser sorgten für bleibende Eindrücke.

Lob für die Unterlagen

Ein dickes Lob der Jury gab es auch die hervorragend ausgearbeiteten Bewerbungs-Unterlagen. Bei diesem Stichwort geht der Dank des Ortsvorstehers auch an jene Institutionen und Privatleute, die es durch ihre Spenden ermöglichten, dass die Teilnahmegebühr für den Wettbewerb in Höhe von 1700 Euro überhaupt aufgewendet werden konnte.

Keine Extra-Prämien gab es für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die weit über die geforderte Pflichterfüllung hinaus im Vorfeld des Wettbewerbs ein verstärktes Augenmerk auf Höfen richteten, und damit ebenfalls ein Teil der großen Gemeinschaftsleistung geworden sind, die sich für Höfen nun hoffentlich noch in einer adäquaten Platzierung niederschlägt.