Alsdorf: Ein „Fiffi” und zahllose Fasanenfedern

Alsdorf: Ein „Fiffi” und zahllose Fasanenfedern

In seinen „Fiffi” ist Helmut Etschenberg wohl mächtig vernarrt. Hatten die Oecher Figaros dem Städteregionsrat im Januar zum inzwischen 27. Ehrentoupetträger ernannt, ließ der so Geehrte am Freitag beim „Närrischen Empfang der Tollitäten in der Städteregion” seine neue Frisur gar nicht mehr vom Kopf.

Da sage einer noch mal, die Städteregion sei zum Haareraufen... Dabei nahm Etschenberg in seiner kurzen und launigen Büttenrede die Probleme rund um die Städteregion augenzwinkernd aufs Korn, als er etwa den neuen Verbund mit einer Ehe verglich: „Wir lösen jetzt gemeinsam Probleme, die wir alleine nicht gehabt hätten.”

Ansonsten standen bei der 47. Auflage des früheren Närrischen Kreisempfangs am Freitagmittag vor allem die Regenten im Vordergrund, die in der Alsdorfer Stadthalle zahlreich erschienen waren und deren Fasanenfedern im Takt stundenlang wippten. Gibt es in der Städteregion in dieser Session acht Karnevalsprinzen, zwei Prinzessinnen, zwölf Prinzenpaare und sechs Dreigestirne, gaben sich auch noch Tollitäten aus den Niederlanden ein Stelldichein.

Abgerundet wurde das kurzweilige Programm, das von Reiner Spiertz, Präsident des Verbands Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) moderiert und von der Hauskapelle „Skylight” musikalisch bestens untermalt wurde, vor allem durch Musik- und Tanznummern. So wurde kräftig mitgesungen und geschunkelt zu den Liedern von Hans Montag oder der Stolberger Gruppe „De Karamba-Männcher”. Viel Applaus erhielten auch die Trumpet-Stars aus Voerendaal und die Showtanzgruppe der Würselener KG „Au Ülle”.

Dabei hatte zu Beginn dem Nachwuchs die Bühne gehört. Neben der Büttenrede des Alsdorfer Geschwisterpaars Lena-Sophie und Niklas Milewicz ließen auch das Trompetercorps „Jugendkaafsäck” der KG Narrengarde Eschweiler-Dürwiß und das Junioren-Tanzpaar Nina Hoffmeister und Sven Bednorz (KTC Alsdorfer Tänzer) den Saal brodeln. Für Volker Wagner, Präsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK), waren gerade diese Nummern ein Beleg dafür, dass „die Städteregion eine karnevalistische Macht ist” und in den Vereinen eine „exzellente Jugendarbeit gemacht wird, wie es sie selten in Deutschland gibt”.