Simmerath/Rurberg: Ein Fest für alle 75-Jährigen bei der Sozialstiftung aus Simmerath

Simmerath/Rurberg : Ein Fest für alle 75-Jährigen bei der Sozialstiftung aus Simmerath

Zu einem gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen hatte die Sozialstiftung Simmerath in den Antoniushof in Rurberg alle 75-jährigen Bürger der Gemeinde nebst einer Begleitperson nach Wahl geladen. Fast 100 Personen waren dieser Einladung trotz eines hereinbrechenden Unwetters am Rursee gefolgt, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, gleichzeitig auch Vorsitzender der Stiftung, erfreut feststellte.

Wie Hermanns erläuterte, besteht die Stiftung seit 2009, nachdem ein Spender der Gemeinde eine sechsstellige Summe mit der Auflage hinterlassen hatte, diese vor Ort für gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Der Seniorennachmittag, der zum siebten Mal stattfand, ist ein fester Bestandteil der Stiftung, der Dr. Hartmut Wiechmann als stellvertretender Vorsitzender und Monika Johnen als Geschäftsführerin angehören.

In enger Zusammenarbeit mit dem Sozialamt übernimmt die Sozialstiftung ausdrücklich keine Aufgaben, die zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehören, wollte Bürgermeister Hermanns hervorgehoben wissen. Er betone auch, dass die Stiftung bei aktueller Notlage auch kurzfristig helfe. Mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Angaben hielt er fest: „Scheuen Sie sich nicht, den Vorstand, Frau Johnen vom Sozialamt oder mich zu kontaktieren, wenn Ihnen jemand bekannt ist, der sich in einer finanziellen Notlage befindet.“

Hermanns hob auch hervor, dass das Stiftungsgeld, von dem nur die Zinsen ausgegeben werden dürfen, gut angelegt sei. Im Hinblick auf die momentanen Nullzinsen sei man natürlich auf Spenden angewiesen, um in Not geratenen Menschen zu helfen. „In diesem Zusammenhang danke ich hier für viele private Spenden.“

Dazu zählte beispielsweise der Erlös des Eifeler Gesundheitstages bei „MedAix“ in Höhe von 3800 Euro, aber auch die finanzielle Unterstützung der Raiffeisenbank für den Seniorennachmittag.

In letzter Zeit habe die Stiftung dem Förderverein der Gemeindebücherei, Jugendaktiv Simmerath, den Simmerather Grundschulen und Peter Borsdorff, dem überregional bekannten Mann mit der Sammelbüchse („running4kids“), geholfen. Borsdorff, der im vorigen Jahr mit dem Ehrenpreis des Bürgermeisters ausgezeichnet wurde, erläuterte im Antoniushof sein 24-jähriges soziales Engagement, bei dem er fast zwei Millionen Euro zur Unterstützung von notleidenden Kindern gesammelt hatte. Bewegend dabei sicher für viele Zuhörer die von ihm erzählte Geschichte einer Rurberger Familie mit drei Kindern, deren Vater seit Jahren im Wachkoma liegt. Selbstverständlich stellte Borsdorff auch im Antoniushof seine Sammelbüchse auf, nachdem er schmunzelnd festhielt: „Ich habe das schönste Hobby der Welt. Ich kann für Kinder laufen.“

Bei Kaffee und Kuchen erfolgte noch ein Meinungsaustausch unter den Gästen, bevor eine Kindergruppe der Rurberger/Woffelsbacher Kiescheflitscher für ihre tänzerische Darbietung viel Beifall erhielt. Zum Abschluss ein gemeinsames Singen bekannter Lieder, dann klang der Seniorennachmittag langsam aus.

(ho)
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