Nordeifel: Ein 0,4 Zentimeter langer Filmstar

Nordeifel: Ein 0,4 Zentimeter langer Filmstar

Ab sofort läuft in allen Nationalpark-Toren und den Nationalpark-Infopunkten mit Filmvorführung der neue zehnminütige Film „Im Wald der Borkenkäfer“. Magda und Bernd Stephany aus Hellenthal arbeiteten zwei Jahre an dem Film, der das Wirken der Borkenkäfer im Nationalpark Eifel beleuchtet und über den man sich beim Nationalparkforstamt sehr freut.

Der Film zeigt das Leben in den Fichten von der Larve bis zum ausgewachsenen Käfer.

Mit Geduld und Begeisterung haben Bernd und Magda Stephany einen Film über Borkenkäfer im Nationalpark Eifel gedreht und der Nationalparkverwaltung zur Verfügung gestellt. Ab heute bereichert der Zehnminüter das Filmangebot in den Nationalpark-Toren und Infopunkten.

Nach dem Narzissen-Film und „Mauereidechsen im Nationalpark“ sind die Aufnahmen über die Borkenkäfer bereits der dritte Beitrag, den das Ehepaar Stephany der Sammlung an Filmvorführungen rund um den Nationalpark hinzufügt. Für die ungewöhnlichen Aufnahmen der nur 0,4 Zentimeter langen Käfer brauchten die Filmemacher viel Geduld und Konzentration.

Für die Nationalparkverwaltung ist das ehrenamtliche Engagement der Naturfilmer, die für ihre Arbeit bereits mehrfach prämiert wurden, Gold wert. Im vergangenen Jahr würdigte die Jury der Deutschen Autoren-Filmfestspiele die Langfassung des Films über die Borkenkäfer: Der Film wurde mit Bronze ausgezeichnet. In ihrem Film zeigen die Stephanys, dass Borkenkäfer die natürliche Entwicklung von Waldflächen entscheidend beeinflussen können. Im Nationalpark Eifel hilft der „Buchdrucker“ den Buchen, sich gegen die konkurrierenden und im Großschutzgebiet nicht heimischen Fichten durchzusetzen. Dadurch unterstützt der Buchdrucker die im Nationalpark angestrebte Entwicklung von natürlichen Laubmischwäldern.

Die beiden Naturfilmer, die das Material der Nationalparkverwaltung kostenlos zur Verfügung stellen, werden von vielen positiven Reaktionen auf ihre Werke angetrieben. Am meisten freut es sie aber, dass sie Kindern und Jugendlichen durch ihre Filme vermitteln, wie wertvoll und wichtig die Natur für den Menschen ist. Bernd Stephany: „Irgendwann müssen wir den Planeten ja an die übergeben, die nach uns kommen. Und man schützt nur das, was man kennt.“

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