Simmerath: Eifelklinik St. Brigida Simmerath weiht neue Station 5 ein

Simmerath: Eifelklinik St. Brigida Simmerath weiht neue Station 5 ein

Patienten sind noch nicht in Sicht, ein frischer Duft strömt aus den neu geschaffenen Zimmern, und der Flur ist von zahlreichen großformatigen Landschaftsaufnahmen aus der Eifel geprägt: Am vergangenen Freitag wurde die komplett modernisierte und neu gestaltete Station 5 in der Eifelklinik St. Brigida in Simmerath eingeweiht.

Bereits an diesem Montag werden die ersten Patienten auf der neuen Station begrüßt, auf der „überwiegend orthopädische Patienten, die beispielsweise eine neue Hüfte oder ein neues Knie bekommen haben, untergebracht werden sollen“, wie Peter Berlin, Geschäftsführer der Eifelklinik sagt.

Benjamin Behar, Geschäftsführer der Artemed-Gruppe, geht sogar noch etwas weiter und wirbt: „Immer mehr Menschen wenden sich hilfesuchend an unsere Klinik, darunter sehr viele Patienten mit Beschwerden rund um den Bewegungsapparat. Als einzigartiges orthopädisches Zentrum in der Städteregion Aachen wollen wir diesen eine bestmögliche Versorgung und Betreuung bieten“.

Berlin betont in diesem Zusammenhang, dass „die Modernisierung und komplette Renovierung der Station absolut notwendig“ gewesen sei. Die Bäder seien zum Teil noch nicht behindertengerecht eingerichtet und die Ausstattung sei aus den 1970-er Jahren gewesen und für den heutigen Standard nicht mehr ausreichend.

Wohlfühlen hat Priorität

Betritt man die neue Station 5, läuft man geradewegs auf den Stationsstützpunkt zu, an dem immer Personal für die Station vor Ort ist. Von hier aus ist der komplette, lichtdurchflutete Flur der Station einsehbar, und das Pflegepersonal kann sich einen guten Überblick über die Station verschaffen.

Für Birgit Pauly, Pflegedienstleiterin in der Eifelklinik, die am Stationsstützpunkt steht, ist das wichtigste Anliegen, „dass die Patienten sich hier wohl und wie zu Hause fühlen“. Als besonders gelungen empfindet sie dabei die Farbgestaltung in den „angenehmen Erd- und Holztönen“, und sie zeigt sich auch sehr erfreut darüber, dass das Personal bei der Planung „mit ins Boot genommen worden ist“.

Die Personalentwicklung in der Eifelklinik ist passend zur stetigen Entwicklung und Modernisierung des Hauses ebenfalls rasant. Peter Berlin sagt, dass vom Facharzt, über den Koch bis hin zur Krankenschwester circa 400 Mitarbeiter in Simmerath beschäftigt seien. Weit über die Hälfte der Mitarbeiter seien dabei in der Pflege tätig.Nach dem Ausbau der Station 5 könne man ab Januar nächsten Jahres 125 Patientenbetten aufweisen.

Seit der Übernahme des Simmerather Krankenhauses durch die Artemed-Kliniken, sei diese Zahl rasant gestiegen. Der 35-jährige Berlin erklärt, dass man die Klinik mit 75 Betten übernommen habe. „Entgegen dem Trend, wonach in vielen Krankenhäusern die Bettenanzahl sinkt, konnten wir diese stetig erhöhen und haben nun 50 Patientenplätze zusätzlich zur Verfügung“, schildert er die positive Entwicklung und den Anstieg der Patientenzahlen in den letzten Jahren.

Mittlerweile sei die Eifelklinik St. Brigida zudem auch überregional bekannt, so dass auch Patienten, die nicht aus der direkten Umgebung stammten, hier behandelt würden.

Bei der neuen Station ist er sich sicher, dass aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste gemacht und der Raum bestmöglich genutzt worden sei. Die Station 5 wurde seit über zehn Jahren nicht mehr genutzt. Die Räume wurden in dieser Zeit hauptsächlich als Bereitschaftszimmer für Ärzte oder als Besprechungszimmer genutzt.

Die schmucke Station erstrahlt nun in einem ganz neuen Glanz. Auf einer Fläche von 545 Quadratmetern verfügt sie über 27 neue Betten, aufgeteilt in elf Doppel- und fünf Einzelzimmer.

Der alte Treppenhausbereich war auch Teil der Umgestaltung und wurde in die Station integriert, so dass mehr Raum entstanden ist. Im Vergleich zu vorher sind so drei zusätzliche Zimmer für die Patienten entstanden. Alle Zimmer der Station können sowohl von Kassen-, als auch von Privatpatienten genutzt werden. Zudem wurde ein neuer Verabschiedungsraum eingerichtet, der den Angehörigen eine Möglichkeit der Ruhe, außerhalb der eigentlichen Station, bietet.

Erfreut präsentiert Peter Berlin eines der neu eingerichteten Doppelzimmer. Es erscheint dabei nicht wie ein typischen Krankenzimmer, sondern es entsteht schnell eine freundliche und helle Atmosphäre. Der Boden ist in schlichten Erd- und Holztönen gestaltet, das Bad ist barrierefrei und geräumig und besonders die große, bodentiefe Fensterfront fällt ins Auge. Zudem sind die Zimmer geräumiger geworden, da die vorherigen Balkonflächen mit in die Zimmer integriert wurden.

Stolz zeigt Berlin auf einen Tablet-PC direkt neben einem Patientenbett: „Jeder Patient hat nun sein eigenes Tablet, auf dem er, auch mit Kopfhörern, fernsehen, Radio hören oder auch per WLAN ins Internet gehen kann.“ Wenn man nicht wüsste, dass man sich in einem Krankenhaus befindet, entsteht für Außenstehende beinahe der Eindruck, dass man sich in einem Hotelzimmer aufhält.

„Gesund werden können unsere Patienten am besten da, wo sie sich wohlfühlen. Denn der Wohlfühlcharakter ist für die Genesung entscheidend“, verdeutlicht Peter Berlin die Philosophie der Eifelklinik Simmerath.

Zeitplan eingehalten

Abschließend bringen Peter Berlin und sein Team ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass der Zeitplan des im Juni 2015 gestarteten Projekts „perfekt umgesetzt wurde“. Voller Vorfreude erwartet des Pflegepersonal nun die ersten Patienten, die sich dann ihr eigenes Bild von der Station machen können.