Eifelklinik Simmerath muss in der Küche beim Brandschutz nachbessern

Umbau- und Sanierungsarbeiten nötig : Probleme mit dem Brandschutz in der Küche der Eifelklinik

Aufgrund der Struktur und des Alters des Gebäudes können die aktuellen Brandschutzauflagen im Bereich der Küche des Seniorenheims „Seliger Gerhard“ und der Eifelklinik St. Brigida zurzeit nicht erfüllt werden.

Daher hat das Bauamt der Städteregion Handlungsempfehlungen vorgegeben, die nun umgesetzt werden sollen und zum Teil auch bereits umgesetzt wurden.

Dabei geht es um Lüftungs- und Brandschutzeinrichtungen sowie um das Holzdach der Küche. „Viele der Auflagen haben wir gemeinsam mit dem Bauamt umgesetzt, so dass der Küchenbetrieb vorerst weiterlaufen kann. Der entscheidende Knackpunkt ist jetzt noch das Holzdach der Küche“, erläutert Klinikleiter Andreas Grbic. Da eine Sanierung des Daches im laufenden Betrieb nicht möglich sei, denke man nun über einen Anbau in Form von Container-Modulen nach. „Die modernen Module erfüllen alle Normen und Zertifizierungen, die eine Küche benötigt“, sagt Grbic. Momentan sei man noch in der Planung.

„Die Größe und den Umfang können wir aber noch nicht genau bestimmen und daher auch noch keine Angaben dazu machen, wie sich der Umbau auf das Catering und die Situation des Personals auswirken wird“, erklärt der Klinikleiter. Daher sei der Catering-Vertrag mit dem Schulverband Nordeifel zum Ende des Schuljahres vorsorglich gekündigt worden. Die höchste Priorität liege zurzeit auf der Versorgung des Krankenhauses, des angeschlossenen Altenheims und der im Haus untergebrachten Cafeteria. Die Versorgung erfolge auch künftig über die eigene Küche. „Wir werden unserer Versorgungspflicht nachkommen. Das soll weiterhin in eigener Hand erfolgen, entgegen dem Trend des Outsourcings in Krankenhäusern“, betont Grbic.

„Es ist richtig, dass in der Küche bauliche Maßnahmen umgesetzt werden müssen, damit diese künftig den geltenden Brandschutzbestimmungen entspricht“, bestätigt die Städteregion Aachen auf Anfrage. In den Abstimmungsgesprächen mit der Klinikleitung seien Wege aufgezeigt worden, um die Versorgung des Krankenhauses sowie des Altenheimes mit Speisen aus der eigenen Küche auch weiterhin sicherstellen zu können.

„Dazu waren und sind technische Änderungen und Anpassungen erforderlich. Dank einiger Sofortmaßnahmen konnte bereits eine tragfähige Zwischenlösung erarbeitet werden. Von Seiten der Bauaufsicht werden wir die Maßnahmen weiterhin konstruktiv begleiten. Sofern auch die weiteren besprochenen Schritte umgesetzt werden, sind wir zuversichtlich, dass es nicht zu einer außerplanmäßigen Schließung der Küche kommen muss“, sagt Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion.

Die Verbandsvorsteherin des Schulverbandes Nordeifel, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter erklärt auf Anfrage, dass die Eifelklinik den Vertrag, der schriftlich für das St.-Michael-Gymnasium bestehe und für die Sekundarschule mit beiden Standorten mündlich erweitert worden sei, zum nächst möglichen Zeitpunkt gekündigt habe. Laut Vertrag sei dies zum Ende des Schuljahres möglich. „Bis dahin wird die Lieferung zugesichert“, sagt Ritter.

Zurzeit werde ein Lieferprofil für alle bisher von der Küche der Eifelklinik belieferten Stellen in Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen erstellt. Die Eifelklinik habe in diesem Zusammenhang einen Anbieter genannt, der seinen nächsten Standort in Troisdorf bei Bonn hat und ähnlich wie der Anbieter aus Aachen, der zurzeit die Grundschule Konzen/Imgenbroich beliefert, zu 80 Prozent aufbereitetes Essen, das vor Ort endzubereitet werden müsse, liefern könne.

„Wir streben eine dezentrale, ortsnahe Anlieferung an, wissen aber noch nicht, ob es dafür einen Anbietermarkt gibt. Ob wir die Essensausgabe dann selbst organisieren müssen und welche weiteren Anforderungen zu erfüllen sind, wird sich in den Gesprächen, die wir als nächsten Schritt in Angriff nehmen wollen, herausstellen. Am liebsten wäre uns, es bliebe wie bisher bei der Versorgung durch die Eifelklinik“, sagt Ritter.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erklärt, er sei in das Thema einbezogen worden, und es habe eine Reihe von Gesprächen mit der Klinikleitung gegeben. Seine Wahrnehmung sei, dass intensiv daran gearbeitet werde, die Notwendigkeiten zu erfüllen. Daran würden auch die Ämter der Städteregion konstruktiv mitwirken. „Die Patienten müssen sich keine Sorgen machen“, betont Hermanns. Das Ziel müsse nun sein, eine Lösung für die Schulen und Kindergärten zu finden. Dies sei noch nicht abschließend geklärt. „Wir Bürgermeister im Schulverband bemühen uns sehr, dass die Schulen und Kitas dauerhaft und ohne Unterbrechung beliefert werden“, sagt Hermanns.

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