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Nordeifel: Eifeler vorne bei Volksinitiative

Nordeifel : Eifeler vorne bei Volksinitiative

Die Arbeitsgemeinschaft der Träger katholischer Offenen Türen Jugendeinrichtungen (AGOT) in der Region Eifel zieht in Sachen Volksinitiative eine erfreuliche Bilanz.

Landesweit liegen bereits 89.000 Unterschriften aus 225 von 396 Kommunen vor. Die AGOT NRW rechnet daher mit insgesamt 110.000 Unterschriften.

Somit wäre die Initiative „Jugend braucht Zukunft - Wir machen Druck” die erste Volksinitiative, die erfolgreich abgeschlossen wurde. Dazu waren lediglich 66.000 Unterschriften erforderlich.

„Besonders erfreulich”

„In der Region Eifel fiel das Ergebnis besonders erfreulich aus”, gab am Mittwoch Dechant Pfarrer Erik Pühringer als Vorsitzender AGOT Eifel bekannt. Die geforderte Hürde von 0,5 Prozent aller Wahlberechtigten landesweit, konnte in den Eifelkommunen mit 1,4 Prozent im Kreis Euskirchen und 1,1 Prozent im Kreis Aachen verdoppelt bzw. verdreifacht werden.

Somit haben sich 1200 wahlberechtigte Bürger in die Listen der neun Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen eingetragen. Das sind für die Eifel knapp dreimal soviel wie notwendig gewesen wären.

Hohe Wahlbeteiligung

Besonders auffällig war eine hohe Wahlbeteiligung dort, wo katholische Einrichtungen vor Ort über Jahre sehr erfolgreiche Arbeit leisten. Spitzenreiter sind Hellenthal (4,4 Prozent), Dahlem (3,3 Prozent), Mechernich (1,7 Prozent), Monschau (1,4 Prozent) und Nettersheim (1,3 Prozent). „Dies zeigt die Akzeptanz dieser Einrichtungen im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen”, so Wilfried Cüsters, Mitkoordinator der Initiative in der Region.

Die AGOT der Region Eifel dankt allen, die zum Erfolg dieser Aktion beigetragen haben. Zu nennen sind insbesondere die vielen Jugendlichen, die ihre Eltern und Bekannten mobilisieren konnten, wählen zu gehen.

Unkomplizierte Zusammenarbeit

Aber auch die Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltungen sei Dank für die gute und oft unkomplizierte Zusammenarbeit.

Die Initiatoren hoffen nun ob der breiten Unterstützung durch die Volksinitiative, dass die massiven Kürzungsabsichten durch die Landesregierung nun überdacht werden.

Demnach soll die Förderung der offenen Jugendarbeit von 33 Millionen Euro (2003) auf 23 Millionen im Jahr 2004 und 19 Millionen im Jahr 2005 zurückgefahren werden. 900 von 3600 Einrichtungen wären dann konkret in der Existenz bedroht.