Steckenborn: Eifeler Genossen schelten ihre Parteifreunde im Kreis

Steckenborn: Eifeler Genossen schelten ihre Parteifreunde im Kreis

Normalerweise ist es die Aufgabe des politischen Gegners, einen Fehltritt der Gegenseite aufzugreifen, doch diesmal kamen die Eifeler Sozialdemokarten drohender Kritik zuvor und gingen hart mit den eigenen Genossen auf Kreisebene ins Gericht.

Anlass zu deutlicher Schelte beim Simmerather SPD-Parteitag in Steckenborn war das Abstimmungsverhalten der Genossen bei der Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses in Baesweiler, wo die Sozialdemokraten den Fortbestand des schwach frequentierten Kindergartens Dedenborn an Bedingungen geknüpft hatten, die eine Schließung in diesem Sommer zur Folge hätte haben können.

Auch wenn der Ausschuss letztlich beschloss, dass der Bestand der Kindergartengruppe Dedenborn auf jeden Fall für ein weiteres Jahr gesichert ist, zeigte sich Simmeraths SPD-Bürgermeisterkandidat Gregor Harzheim stark erbost über das Verhalten der Genossen aus dem Nordkreis: „Ich verurteile dieses Vorgehen auf das Allerschärfste!”

Es bedürfe keiner Politiker aus Stolberg, „die ohne Ortskenntnis über das Schicksal von Kindergärten in der Gemeinde Simmerath entscheiden”. Er sei gerne bereit, alle Zweifler vor Ort von der Notwendigkeit der Einrichtung in Dedenborn und in anderen Orten zu überzeugen.

Nun habe es inzwischen ein Gespräch mit der Kreis-SPD gegeben, wonach die im Ausschuss eingenommene Position nicht mehr aufrecht erhalten werde, berichtete Harzheim.