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Nachhaltigkeit in Unternehmen: Eifeler Betriebe können sich für EU-Förderung bewerben

Nachhaltigkeit in Unternehmen : Eifeler Betriebe können sich für EU-Förderung bewerben

Die Eifel ist – neben Ostbayern – eine der beiden Pilotregionen im europäischen Projekt „European Tourism Going Green (ETGG) 2030“. Worum geht es dabei?

Kleine und mittelgroße Betriebe können sich noch bis zum 11. April für das Förderprogramm zu mehr Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen bewerben. Ausgewählte Betriebe erhalten ein kostenloses und umfangreiches Beratungs- und Workshoppaket. Die Ausschreibung ist offen für Hotels, Pensionen, sonstige Ferienunterkünfte sowie Campingplätze und Wohnmobilstellplätze.

Ziel des Programms ist es, Klein- und Mittelbetriebe (KMU) auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Mit einem europaweiten Netzwerk aus Nachhaltigkeitsexperten, Universitäten, Wirtschaftsverbänden, Tourismusorganisationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wird ein Wissenstransfer- und Schulungssystem für KMUs rund um das Thema nachhaltiges Tourismusmanagement geschaffen, das Betriebe zu einer Nachhaltigkeitszertifizierung führt. Das Projekt zielt außerdem darauf ab, den Austausch von innovativen und nachhaltigen Unternehmenspraktiken in einer transnationalen Zusammenarbeit von Tourismusbetrieben in Italien, Deutschland, Österreich, Kroatien, Rumänien und Bulgarien zu fördern.

Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, ermutigt die Eifeler Unternehmen, sich zu bewerben: „Für unsere Betriebe in der Eifel ist es eine große Chance, mehr über das Thema Nachhaltigkeit zu erfahren, sich beraten zu lassen und sich einem großen Netzwerk anzuschließen. Heutzutage suchen Gäste vermehrt nach Beherbergungsbetrieben, die nachhaltig wirtschaften. Ich möchte daher Unternehmen in der Eifel ermutigen, sich für diese Förderung zu bewerben. Auch wenn sie nicht ausgewählt werden, profitieren sie von ihrer Bewerbung, denn sie erhalten einen kostenlosen Zugang zum European Going Green System für Tourismusbetriebe.“

Coachings und Zertifizierung

Das Programm besteht aus verschiedenen Säulen. Alle Antragsteller und teilnehmende Betriebe haben Zugang zur Plattform „Tourism2030.eu“, die ein EU-weites Online-Schulungssystem anbietet. Davon profitieren alle Bewerber. Die von der Jury ausgewählten Unternehmen erhalten außerdem maßgeschneiderte Coachings und Schulungen eines ETGG-2030-Beraters. Zusätzlich können sie an Schulungsworkshops teilnehmen, sie werden bei ihrer Zertifizierung unterstützt und sie erhalten Marktzugang über die Green Travel Map auf dem „Tourism2030.eu“-Portal.

Finanzielle Unterstützung: Die Kosten der im Rahmen dieses Projektes angebotenen Dienstleistungen und Aktivitäten sind für die KMU zu 100 Prozent gefördert. Betriebe, die ausgewählt werden, können mit bis zu 8850 Euro für die Teilnahme an den ETGG-2030-Programmaktivitäten gefördert werden.

Bereits mit der Einreichung des Antragsformulars erhalten die Betriebe einen kostenlosen Zugang zum „European Going Green System“ für Tourismusbetriebe. Das System umfasst unter anderem eine europäische Wissensdatenbank mit „Good Practice“-Beispielen, Informationen zu Schulungen und Kontakten zu Organisationen und Experten, die helfen, das Nachhaltigkeitsniveau des Betriebes zu verbessern.

Bewerbung

Die Bewerbungsplattform Germany (destinet.eu) ist bis zum 11. April, 17 Uhr, geöffnet. Bewerben können sich Hotels, Pensionen, sonstige Ferienunterkünfte sowie Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Ein Auswahlkomitee wird bis Anfang Mai die Anträge sichten. Die ausgewählten Unternehmen nehmen ab Juni für zwölf Monate an den Aktivitäten des Programms teil. Die detaillierten Bewerbungsrichtlinien gibt es als Download.

Das Projekt

Das Projekt „European Tourism Going Green (ETGG) 2030“ wurde von „Ecotrans“ und vom Zentrum für Nachhaltigen Tourismus („Zenat“) an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde mitinitiiert. Es hat zum Ziel, europäische Tourismusunternehmen auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen.

(red)