Eifel-Tourismus boomt auch in Schmidt

Tourismusbilanz in Schmidt : Immer mehr und vermehrt auch jüngere Gäste

Der Tourismus in der Eifel hat zugelegt, und die Tendenz ist weiter steigend. Das dritte Quartal des Jahres 2019 neigt sich dem Ende, die Sommermonate sind vorbei. Zeit für Michael Roeb, Vorsitzender des Verkehrsvereins Schmidt, eine erste Bilanz zu ziehen.

„Die Eifel kennen heute immer mehr, die Gästezahlen zeugen davon“, sagt Roeb Der Eifel-Boom nehme bereits seit einiger Zeit Fahrt auf. Seine Begründung dafür: „In fast allen Wettervorhersagen kommt die Eifel zur Sprache.“ Die Prognosen dabei seien gut, denn sonst würde man keinen Anstieg verzeichnen. „Wir dürfen aber auch nicht verkennen, dass für uns der Nationalpark ein wichtiger Faktor auf der Beliebtheitsskala der Eifel ist“, so Roeb.

Fakt sei, dass der Tourismus wachse. Bestes Beispiel dafür seien die permanent steigenden Übernachtungszahlen. Das gelte auch für Schmidt. „Schön ist, dass die Niederländer uns neu erkannt haben“, aber auch die Gäste aus Belgien wüssten Schmidt zu schätzen. Schwerpunkt sei Kurzzeit-Urlaub, zwei bis drei Tage, um gezielt die Wälder und Seenlandschaft der Eifel kennen und lieben zu lernen. „Ich kann sagen, dass auch junge Leute naturbewusster werden, Ruhe und Erholung vom Stress und von der Hektik suchen“, sagt Roeb.

Er weiß, dass in den Monaten Januar bis März eine „ruhige Zeit“ ist, wo es eher „schleppender“ zugehe. Ab Ostern bewege sich die Gästekurve dann nach oben. In den ruhigeren Zeiten sei man in Schmidt dann damit beschäftigt, Bänke zu pflegen, Blumenkübel zu bepflanzen und zu betreuen. „Unser Ort soll sich von der besten Seite präsentieren“, lautet seine Devise.

Braucht es in Schmidt neue Angebote? „Ja, wenn sie naturverträglich sind, können und wollen wir sie begleiten“, meint Roeb. Wichtig ist ihm, dass Bevölkerung und Natur im Einklang sind. Der langjährige Vorsitzende weiß aber auch, dass manches verbesserungswürdig ist. „Wir wünschen uns sehnlichst den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs“, führt er etwa an. „Wer nicht mit dem eigenen Auto anreist, hat eher schlechte Karten.“

„Wichtig ist uns auch, dass mehr in ein Radnetz investiert wird“, eggänzt Roeb. Der Fahrrad-Trend gehe auch damit einher, dass die Gästeklientel sich deutlich verjünge. „Natürlich ist der Boom der E-Bikes nicht von der Hand zu weisen.“ Mit diesen Gefährten könne man bequem die schöne Eifel radelnd unter die Lupe nehmen. Bewegung sei für die Gesundheit gut, darin liege die Zukunft, so auch für Schmidt, schließt Michael Roeb.

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