Eifel-Derby in der Bezirksliga: FC Roetgen – Germania Eicherscheid

FC Roetgen gegen Germania Eicherscheid : Eifel-Derby in der Bezirksliga

Marco Kraß und Philipp Dunkel gehören beide der neuen Trainergeneration an, haben sehr erfolgreich und hochklassig im Amateurbereich gespielt und liefen einige Jahre sogar gemeinsam für den SV Rott auf. Sonntag treffen sie beim Eifel-Derby aufeinander.

„Ich hätte gerne gegen Würm-Lindern gespielt“, bekam Philipp Dunkel die Absage aus der Hückelhovener Ecke am Sonntag schon sehr zeitig. Einfluss auf den Tagesablauf hatte die wegen des Dauerregens abgesagte Partie aber nicht. „Die Jungs konnten mal frei machen“, zeigte sich Trainer Philipp Dunkel gegenüber seinen „13ern“ spendabel. Zumal man am Freitag noch trainiert hatte – so verzichtete der Coach auf eine zusätzliche Übungseinheit am verregneten Sonntag.

Philipp Dunkel hofft, dass sein Team durch den Ausfall nicht aus dem Rhythmus gekommen ist. Außerdem: „Nun werden wir irgendwann mal in der Woche nach Lindern fahren müssen. Es gibt Schöneres für mich“, erklärt der Coach. Was da am Sonntag auf ihn und seinen Kader zukommt, beschreibt Dunkel so: „Ich hatte Eicherscheid schon vor Saisonbeginn auf dem Zettel“, sieht sich der Roetgener Trainer bestärkt, dass in Eicherscheid ein Meisterkandidat heranreift. Dunkel: „Wozu sie in der Lage sind, sieht man ja auch daran, dass sie die Partie gegen Haaren noch gedreht haben.“ Als Favorit sieht sich Philipp Dunkel jedenfalls nicht. Er zieht die letzte Saison heran, „in der wir zweimal knapp verloren haben. Wir sind aber auch so selbstbewusst, uns etwas auszurechnen“. Denn auch Roetgen hat wie sein Gast einige Qualitäten.

Auf Eicherscheider Seite läuft es seit dem Ausrutscher in Helpenstein wieder. Zuletzt bewies das Team von Trainer Marco Kraß „Nehmerqualitäten“. Der FV Haaren legte in der 62. Minute die Führung vor, die aber innerhalb von vier Minuten in einen 2:1-Vorsprung verwandelt wurde. Nico Wilden erzielte die Führung, zuvor hatte Frederic Jansen (73.) den Ausgleich geschafft. Nun mögen die Germanen wahrscheinlich nicht darüber nachdenken, wie man bei einem Erfolg beim Aufsteiger in Helpenstein stehen würde. Punktgleich mit dem Tabellenführer Germania Lich-Steinstraß. Über solche Momentaufnahmen macht sich Marco Kraß aber keinen Kopf. Er freute sich vielmehr, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand gegen Haaren nochmals richtig Alarm machte und am Ende die Punkte festzurrte.

Sollte man den Vorjahreserfolg in Roetgen wiederholen – im Rückspiel siegte Germania 2:1 glücklich beim FCR – dürften die Germanen wieder ganz vorne dran sein. Eine mögliche Favoritenrolle weist Kraß weit von sich. „Roetgen ist sehr heimstark. Da fährst du nicht mal einfach hin und gewinnst.“ Vor allem vor der Achse Alex Keller, Ferhat Akar und Kelly Ajuja hat der Eicherscheider Trainer allergrößten Respekt. Kraß: „Das sind drei bärenstarke Spieler in einem guten Team“.

(mali)
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