Eicherscheid: Eicherscheids Dorfladen mit neuem Schwung

Eicherscheid: Eicherscheids Dorfladen mit neuem Schwung

„Unser Laden, unser Dorf“ — sie sollen leben! Gemäß diesem Slogan herrschte am Freitag reger Betrieb rund um den Eicherscheider Dorfladen. „Wir haben schon viel zum Positiven bewegt und schmieden weiter neue Pläne.

Da passen die derzeitigen Aktionstage ‚Heimat shoppen‘ optimal ins Tätigkeitsspektrum!“, zieht Ludwig Siebertz eine hoffnungsvolle Zwischenbilanz für den Vorstand der Eicherscheider Konsumgenossenschaft, dem außerdem Katrin Förster und Stefan Schroiff angehören. Das Trio hat sich zum Ziel gesetzt, den Dorfladen „nahkauf“ dauerhaft zu stabilisieren. Siebertz: „Wir erwarten 2016 eine drastische Senkung unserer Energiekosten von bis zu 30 Prozent gegenüber 2015.“

Zugleich deuteten sich gute Umsatz- und Ertragssteigerungen an. Dieser Weg aber sei mit aufwändigen Investitionen gepflastert. „Die müssen und können wir uns allerdings leisten, wenn die kalkulierten energetischen Sparmaßnahmen greifen, sich rasch amortisieren und der Nettoertrag sich demnächst kräftig im Plus bewegt.“

Der Vorstandssprecher verwies auf betriebliche Strukturverbesserungen, die der Eicherscheider Bevölkerung in fröhlich-festlichem Rahmen vorgestellt wurden.

Warum in die Ferne?

Die Veranstaltung im Konsum Eicherscheid begann Freitagnachmittag. Sie hatte familiären Charakter, hielt für die herbeiströmende Besucherschar angenehme Überraschungen und nützliche Information bereit. Die Begegnung stand unter dem Motto „Warum in der Ferne einkaufen, wenn das Gute so nahe liegt? Die Aktion ist eine Kampagne zur Förderung des ortsansässigen Gewerbes.

Sie kam auf Initiative der IHK Aachen, von Einzelhandels- und Gewerbeverbänden sowie mit Unterstützung des Medienhauses Aachen zustande und hat zum Ziel, Bürger und Öffentlichkeit auf die enorme Bedeutung und Unverzichtbarkeit intakter Einzelhandelsgeschäfte für Städte und Dörfer in der Region hinzuweisen und den Handel als wichtiger Arbeitgeber zur Stärkung attraktiver, lebendiger, lebens- und liebenswerter Strukturen im Dorf ins Bewusstsein zu rücken.

Ludwig Siebertz schilderte, wie Vorstand und Aufsichtsrat dieses Ziel erreichen wollen: „Das optische Erscheinungsbild des Marktes wurde verbessert, die Schaufenster neu gestaltet, das Sortiment erweitert und verfeinert.“ Man habe aber auch die Einführung des Mindestlohnes verdauen müssen.

Neue Partner gewonnen

Ein wesentlicher Punkt zur wirtschaftlichen Gesundung sei die Vermarktung von mehr als 30 attraktiven Werbetafeln von Konsum-Partnern und Sponsoren. Dieser „warme Geldregen“ trage „ganz entscheidend dazu bei, die Aktionstage in Eicherscheid und Rott mit vielfältigen Anregungen und frischen Impulsen zu versehen“.

Neue Kühlregale mit Türen wurden installiert, der Energieverbrauch aller Elektrogeräte penibel auf den Prüfstand gestellt.

Umso erfreulicher sei, so Siebertz, „dass unser Umsatz trotz hoher finanzieller Belastungen infolge veralteter Kälte- oder Wärmemaschinen kontinuierlich stieg“.

Zur Neu-Präsentation gehörte auch eine umfangreiche und vom Publikum viel beachtete Bildergalerie mit Eicherscheider Ortsszenen einst und jetzt. Beate Lennartz hatte die dekorative Gestaltung der Schau übernommen-

Lucie Kell blickt auf 21 Jahre Aufsichtsratstätigkeit im Eicherscheider Laden zurück. Sie ist mit dessen jüngster Entwicklung unter ihren Nachfolgern zufrieden: „Es lohnt sich aus vielerlei Gründen, im Konsum zu kaufen! Qualität und Vielfalt des Warenangebotes stimmen.“

Sie würdigte ausdrücklich auch das verdienstvolle Schaffen der früheren Ladenleiter Johanna Alt und Hermann Gostek, die den Laden engagiert und kompetent über schwierige Jahre am Leben gehalten hätten.

(M. S.)
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