Ehepaar Schütt aus Höfen feiert Eiserne Hochzeit

Seit 1953 verheiratet : Ehepaar Schütt feiert Eiserne Hochzeit

Sie war 16 und er 18, als sie sich kennenlernten; nun feiern sie Eiserne Hochzeit. Die Rede ist von Reinhold Schütt und seiner Gattin Gertrud, geb. Strauch, die in Höfen im Heidgen wohnen.

„1946, beim ersten Kirmesball nach dem Krieg lernten wir uns im provisorisch hergerichteten Saal Prümmer in Höfen kennen“, berichtet Reinhold Schütt, „es war wohl Liebe auf den ersten Blick, wir waren nicht mehr zu trennen“. Da Gertruds Eltern den jungen Leuten ein Grundstück auf dem Heidgen übergaben, wurde gebaut. Und als die Hochzeitsglocken im Januar 1953 läuteten, konnte das Brautpaar ins eigene Haus einziehen. Reinhold Schütt zog von seinem Heimatort Mützenich nach Höfen.

Der Hochzeitstag ist beiden noch in lebendiger Erinnerung: Am 5. Januar 1953 lag eine Unmenge Schnee, schon früh stand der Bräutigam auf und begann in der Dunkelheit, gemeinsam mit seinem Schwager ein Pfädchen frei zu schaufeln, damit man hinunter nach Monschau gehen konnte. Von dort gelangte die Hochzeitsgesellschaft nach Aachen, wo die kirchliche Trauung stattfand.

Reinhold Schütt war wie sein Vater „Eisenbahner“. 1943 wurde er auf dem Bahnhof Roetgen angestellt, später arbeitete er in Aachen bei der Bahn. Gertrud Schütt hatte geschickte Finger, sie trug durch Stopfarbeiten zum Familienunterhalt bei. Außerdem vermietete sie zwei Fremdenzimmer.

Das Paar bekam drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen. Die Kinder gingen zu Fuß nach Monschau in die Volksschule im Rosenthal und später zum Gymnasium.

Reinhold Schütt ist Mitglied im TuS Mützenich und im TV Höfen, wo er einst in der Mannschaft Tennis spielte. Nachdem er 1983 in den Ruhestand versetzt wurde, folgten schöne Jahre, in denen immer wieder neue Urlaubsziele ausgesucht wurden. In Andalusien waren die Schütts mehrfach und erzählen sehr lebendig von ihren Erlebnissen.

„Doch nun hat sich seit ein paar Jahren vieles verändert: Wegen Krankheit sind wir sehr ans Haus gebunden“, berichtet das Paar und hebt hervor: „Doch liebevolle Hilfe sorgt dafür, dass auch diese Zeit erträglich bleibt.“ Zweimal wöchentlich kommt eine tüchtige Dame, die sich um die Pflege des Haushalts kümmert.

Ansonsten sind die Jubilare noch sehr rüstig und selbstständig. Das Einkaufen übernimmt der Ehemann, und seine Frau kocht. „Und so freuen wir uns auch heute noch auf jeden neuen Tag“, betonen sie. Mit der Familie – inzwischen kamen auch zwei Enkel hinzu – wird am Samstag, 5. Januar, in Monschau gefeiert.

Fragt man das Paar nach einem Erfolgsrezept für eine so lange Ehe, antwortet Gertrud Schütt spontan: „Dass man sich liebhat und zusammenhält.“ Und ihr Gatte ergänzt: „Jeder tut auch heute noch für den anderen, was er kann.“

(ale)