Roetgen: Edeka-Markt: Warten auf die Unterschrift

Roetgen: Edeka-Markt: Warten auf die Unterschrift

„Der Edeka in Roetgen läuft gut!” Egon Schreck, Projektentwickler aus Eschweiler, ist fest davon überzeugt, dass das in Zukunft so bleibt.

Auch wenn der Marktpächter in der Vergangenheit mehrfach öffentlich erklärt hatte, dass er den Standort Faulenbruchstraße (geplanter Vennhof) ertragreicher einschätzt als die Rosentalstraße, ist Schreck sich sicher, dass der Edeka-Konzern in den nächsten Tagen den Mietvertrag für die Rosentalstraße unterschreiben wird.

Sollte Edeka wider Erwarten keine Tinte aufs Papier bringen, ist das für Egon Schreck kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Demnächst 1850 Quadratmeter Verkaufsfläche seien ein Pfund, mit dem man wuchern könne, ist der Projektentwickler überzeugt, dass Gutachter Dr. Rainer Kummer mit seiner Prophezeiung, der Standort Rosentalstraße habe keine Überlebenschance, völlig daneben liegt. Kummer hatte seine Einschätzung im Roetgener Bauausschuss zum Besten gegeben und sich damit geharnischte Proteste, unter anderem der Gemeinde und der Industrie- und Handelskammer Aachen eingehandelt.

Auch wenn der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Erweiterung Rosentalstraße planungsrechtlich in trockene Tücher gelegt hat, dürfte trotzdem noch keine Ruhe im Ort einkehren. Seit geraumer Zeit nämlich rennt eine Interessengemeinschaft Roetgener Einzelhändler mit juristischem Beistand aus Aachen gegen das Nahversorgungszentrum Vennhof an der Ecke Bundes-/Faulenbruchstraße Sturm. Die Händler befürchten im Ort erhebliche bis existenzbedrohende Umsatzeinbußen und halten den Bau eines Nahversorgungszentrums in dieser Größenordnung für nicht vertretbar.

Im Augenblick sieht es so aus, als würden ihre Proteste verhallen, denn auch der Vennhof steht planungsrechtlich auf gesunden Füßen.

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