Durch Orkan umgestürzter Baum hatte das Denkmal fast ganz zerstört

An der Abtei Mariawald : Kreuzwegstation mit vereinten Kräften wieder aufgebaut

Die letzten Handgriffe sind getan – mit dem Bagger werden noch die letzten Arbeiten durchgeführt: Das Stationshäuschen VII des Kreuzwegs, der in insgesamt 14 Stationen von Heimbach durch den Nationalpark Eifel zur Abtei Mariawald führt, erstrahlt am alten Platz in neuem Glanz.

Orkantief Friederike hatte am 18. Januar 2018 eine mächtige Eiche entwurzelt – diese stürzte genau auf die Station und zerstörte sie nahezu vollständig. Da der gesamte Stationsweg ein Denkmal ist, gab es für den Wiederaufbau strenge Auflagen. „Das war eine starke, gemeinsame Leistung“, sagt Wolfgang Nowak, Geschäftsführer von Mariawald. „Fast schon symbolisch mit der Schließung der Abtei wurde die Station des Kreuzwegs im Januar 2018 förmlich zerschlagen. Dass sie jetzt wiederaufgebaut in neuem Glanz erstrahlt, ist vielleicht auch ein Zeichen für eine positive Zukunft der Abtei Mariawald.“

In gemeinsamer Anstrengung konnten die Schäden beseitigt und die Kapelle neu errichtet werden. In der Abtei wurden das wertvolle Relief, Gitter und Kreuz in mühevoller Kleinarbeit wiederaufbereitet – mit ehrenamtlicher Unterstützung durch den Heimbacher Gabriel Marx. Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung beseitigten den Schutt, bereiteten das Fundament für den Wiederaufbau vor und bauten das Dach neu auf. Ein Dürener Unternehmen, das auf denkmalgeschützte Bauwerke spezialisiert ist, führte schließlich den eigentlichen Wiederaufbau durch.

Möglich wurde all das auch durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins „Verein der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald e.V.“, der 15.000 Euro zur Verfügung stellte, sowie des Vereins der Freunde und Förderer der Heimbach-Wallfahrt, der den Aufbau mit 5.000 Euro unterstützte. Insgesamt kostete der Wiederaufbau mehr als 20.000 Euro.

Mehr von Aachener Zeitung