Konzen: Dorfwettbewerb: Kinder aus Konzen legen beim Pflanzen Hand an

Konzen: Dorfwettbewerb: Kinder aus Konzen legen beim Pflanzen Hand an

Im Rahmen des Dorfwettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ veranstaltet das Golddorf Konzen jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst wiederkehrende Aktionen zur Grüngestaltung. Heißt es im Herbst „Buche statt Thuja“, gilt das Interesse im Frühjahr den „Streuobstwiesen“.

So finden sich auf der Streuobstwiese am Eifelblick, die der Eifelverein pflegt, acht Bäume. Und auf der immer noch weiter „wachsenden“ Wiese, neben der Pankratiuskapelle, am Feuerbach stehen inzwischen zwölf Bäume. Drei sind jetzt neu dazugekommen.

Nachdem im Jahr 2014, wegen der sehr frühen warmen Witterung, nicht gepflanzt werden konnte, waren nun wieder Kindergarten (Vorschulkinder und angehende Vorschulkinder) und Grundschule (viertes Schuljahr mit zwei Klassen) mit dabei und wurden mit ihren Lehrern und Erzieherinnen für das Team der „AG Dorfwettbewerb“ von Peter Jung und Renate Huppertz begrüßt.

Und dann konnte viel gelernt und praktisch ausprobiert werden. Die Streuobstwiese ist schließlich eine traditionelle Form des Obstbaus, die bis ins 20. Jahrhundert nicht nur in der Eifel, sondern in ganz Mitteleuropa verbreitet war. Heute gehören Streuobstwiesen leider zu den am stärksten gefährdeten Biotoptypen.

In Konzen werden alte und der Vennwitterung entsprechende Apfelsorten verwendet. Darüber und über Anpflanzung und Pflege informierte Gärtnermeister Stefan Pauls jetzt die Kinder, die gern beim Pflanzen mithalfen.

Die Imkerei spielt bei der Bestäubung eine wichtige Rolle. Streuobstwiesen und Honigbienen sind nicht nur daher eine gute Kombination, denn: Auf den naturnah angelegten Streuobstwiesen finden die Honigbienen eine bunte Blütenvielfalt: Obstbäume, Hecken und seltenere beziehungsweise spät gemähte Blühstreifen sorgen für ein großes Nahrungsangebot, so dass die Bienen reichlich Nektar und Pollen sammeln können. Streuobstwiesen tragen also auch dazu bei, dass es der Honigbiene bessergeht. Gleichzeitig profitieren die Pflanzen von den fleißigen Bestäubern.

Die örtlichen Imker bitten übrigens — vor diesem Hintergrund — alle Bürger, Blühstreifen, Wegesränder und Gräber nicht zu früh im Jahr zu mähen. Und so hoffen nicht nur die Kinder, dass in Konzen schon bald die erste Apfelernte stattfinden kann.