Kesternich: Doppelte Überraschung beim Sommerfest des VdK

Kesternich: Doppelte Überraschung beim Sommerfest des VdK

Eigentlich sollte es ein „ganz normales“ Sommerfest des VdK-Ortsverbands Kesternich werden: geselliges Beisammensein, gegrillte Würstchen und kühle Getränke. Das dachte jedenfalls Siegbert Heup, als er in der voll besetzten Gaststätte Jousten mit seiner Gattin Margrit eintraf.

Doch es wartete eine große Überraschung auf den ehemaligen Vorsitzenden der Ortsgruppe: gleich zwei Ehrungen mit Urkunde und Nadelverleihung gab es an diesem Tag für ihn. Bereits seit April 1996 ist Heup Mitglied im VdK. 18 dieser 21 Jahre war er Vorsitzender und hat die Geschichte des Vereins entscheidend geprägt.

Ende letzten Jahres hat er dann sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Und mit ihm gaben auch die übrigen Vorstandsmitglieder ihre Positionen ab. Es war nicht einfach, die Posten neu zu besetzen, alle zierten sich. Doch schließlich fasste sich Rainer Jansen ein Herz und übernahm den Vorsitz, zunächst für ein Jahr. „Es wäre eine Schande gewesen, wenn der Verein nicht mehr existieren und die Arbeit des bisherigen Vorsitzenden einfach untergehen würde“, erklärte er.

Ihm schloss sich Erich Stollenwerk, ein Freund aus Kindheitstagen an, und wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Nachdem mit Rita Krings auch eine neue Kassiererin gefunden war, war die Erleichterung bei den Vereinsmitgliedern groß.

Auszeichnung für Heup

Mit dem Sommerfest wollte sich der neue Vorstand nun einerseits vorstellen. Andererseits nutzte man aber auch die Gelegenheit, um sich bei Heup für seine jahrelange, hervorragende Arbeit zu bedanken. Jansen überreichte dem sichtlich überraschten Heup eine Urkunde und ernannte ihn zum Ehrenvorsitzenden der VdK-Ortsgruppe. Doch damit nicht genug der Auszeichnung.

Jansen hatte auch den geschäftsführenden Vorstand des VdK Kreisverbands Kreis Aachen eingeladen. Und so bedankten sich auch Willy Schroeder (Vorsitzender), Irmgard Wirtz (stellvertretende Vorsitzende) und Bruno Wirtz (Kassierer) bei Siegbert Heup und überreichten ihm die Landesverbands-Verdienstnadel sowie eine Urkunde.

Der Sozialverband VdK wurde vor über 70 Jahren gegründet. Er setzt sich unter anderem für Menschen mit Behinderungen, Rentner sowie Wehrdienst- und Unfallopfer ein, um zu verhindern, dass sie ins gesellschaftliche oder finanzielle Abseits geraten. Der gemeinnützige Verband berät zum Beispiel bei Fragen zum Schwerbehindertenrecht, Krankenversicherungsrecht, Arbeitslosenrecht, Berufsgenossenschaftsrecht oder Pflegeversicherungsrecht. Außerdem hilft er bei der Rentenberatung, der sozialen Absicherung und der sozialen Entschädigung.

1,7 Millionen Mitglieder

Viele Ehrenamtliche haben immer ein offenes Ohr für die Hilfesuchenden. Die Vertretung bei Behörden oder vor dem Sozialgericht übernehmen geschulte hauptamtliche Mitarbeiter und Rechtsanwälte. In Deutschland unterstützen 1,7 Millionen Mitglieder den Verein. Der VdK-Kreisverband Kreis Aachen gehört dem Landesverband NRW e.V. an und zählt etwa 8400 Mitglieder, die sich auf 17 Kommunen innerhalb der Städteregion Aachen verteilen. Zu den Ortsverbänden in der Region gehören Kesternich, Simmerath, Lammersdorf, Steckenborn, Roetgen, Monschau und Konzen.

(aj)