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Steckenborn: Discobus dank Verkehrswacht weiter planmäßig

Steckenborn : Discobus dank Verkehrswacht weiter planmäßig

„Es gibt Anlässe, da wünscht man sich, sie wären schon vorbei. Es gibt aber auch Anlässe, die man gerne wahrnimmt. Ein solcher Anlass ist heute.”

So freute sich Hans-Günter Barth, Hauptamtsleiter bei der Stadt Monschau und Mitglied im Arbeitskreis Discobus, als es am Montag im Hause von Otto Stollenwerk, dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Monschau, die alljährliche Bescherung gab, diesmal sogar passend in der Vorweihnachtszeit.

Seit vielen Jahren bereits darf der Arbeitskreis fest mit einem regelmäßigen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro durch die Verkehrswacht rechnen.

Entsprechend gelöst war die Stimmung, als Otto Stollenwerk jetzt symbolisch den Scheck in Steckenborn überreichte.

Die Discobusse sind inzwischen fester Bestandteil in der Wochenendplanung vieler Eifeler Jugendlicher. Sie bringen die Heranwachsenden verlässlich und pünktlich zu den Beatbällen und zurück, und die Eltern dürfen ihre Kinder zumindest für die Zeit des Transportes in sicheren Händen wissen.

Der erste Discobus wurde am 6. Dezember 1997 nach Kalterherberg eingesetzt. 140 Jugendliche nahmen dieses Angebot des Busunternehmens RVE wahr und zeigten damit, dass sie lange auf diesen Service gewartet hatten, der für Hin- und Rückfahrt gerade mal 1,50 Euro kostet.

Die Fahrten sind ab 2001 allerdings ein wenig reduziert worden, indem nur noch wirklich lohnende Veranstaltungen mit dem Discobus bedient werden.

Dass der Bus planmäßig und reibungslos verkehren kann, ist in hohem Maße der Verkehrswacht zu verdanken, die das Projekt bislang mit 16223 Euro tatkräftig unterstützte.

In diesem Jahr gab es zur Finanzierung sogar noch einen weiteren Zuschuss in Höhe von 2000 Euro.

Beim Wettbewerb „Verkehrssicherheit für Kinder und Jugendliche” der Verkehrswacht NRW (in Kooperation mit den Gemeindeunfallversicherungsverband) wurde das Projekt Discobus wegen seiner vorbildhaften Funktion noch zusätzlich belohnt. In der Begründung hieß es: „Der Discobus hilft, Unfälle zu reduzieren, ist durch die Vermeidung des Individualverkehrs umweltfreundlich und fördert soziales Verhalten.”

Die Verkehrswacht ist der größte Zuschussgeber für das Projekt, und alle Beteiligten hoffen, dass nicht nur die örtliche Verkehrswacht treu bleibt, sondern auch der Landesverband eine weitere Förderung leisten wird.

Wichtige Partner bei der Finanzierung sind auch die drei Südkreisgemeinde Monschau, Simmerath, Roetgen, die jährlich je 767 Euro beisteuern und der Kreis Aachen mit 530 Euro. Der Arbeitskreis ist mit 100 Euro je Fahrt dabei, die verbleibende Lücke wird durch die Veranstalter der Beatbälle und das Fahrgeld geschlossen.

Ende Januar wird die nächste Sitzung des Arbeitskreises Discobus stattfinden, wo dann ausführlich Jahresbilanz gezogen wird. Dem Arbeitskreis gehören von der Stadt Monschau Hans-Günter Barth und Udo Prick an, Wolfgang Wilden von der Gemeinde Simmerath, Dirk Scheins von der Gemeinde Simmerath und Holger David vom RVE.

Vom 6. Dezember 1997, dem ersten Einsatz des Disco-Busses, bis zum 18. Oktober 2003, haben 26408 Jugendliche die Discobusse in Anspruch genommen. Die Busse waren in diesen sechs Jahren an 228 Einsatztagen unterwegs und haben insgesamt 55271 Kilometer zurückgelegt.