Lammersdorf: Diözesanlager „Ronanza“: 120 Pfadfinder im Wilden Westen

Lammersdorf: Diözesanlager „Ronanza“: 120 Pfadfinder im Wilden Westen

In Lammersdorf am Waggon fand letztes Wochenende das Diözesanlager „Ronanza“ für Roverinnen und Roverleiterinnen statt. Das Lager wurde von der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), Diözesanverband Aachen, ausgerichtet.

Über 120 Mitglieder der Roverstufe aus sechs von acht Bezirken der Diözese nahmen begeistert teil. Der Name „Ronanza“ ist Programm: Viele Workshops sowie ausgedehnte Lagerfeuerabende verlegten den Wilden Westen von der Ponderosa Ranch direkt in die Eifel. Besonderes Highlight war dabei, dass die Rover selbst einen Teil ihres Programms vorbereitet und anderen Rovern aus dem Diözesanverband unter anderem Western-Kochen, Pompfball, Becherschnitzen und Line Dance näher gebracht haben. Aus dem Verband kamen noch Workshops zum Leben der Outlaws und einem aktuellen politischen Thema hinzu.

Der Samstagabend wurde durch ein großes Spanferkelessen eingeläutet und vom Auftritt der Rookies gekrönt. Die Rover waren trotz eines Wolkenbruchs durchweg begeistert. Der Temperatursturz zum Wochenende war nicht eingeplant, jedoch blieben die angekündigten Gewitter größtenteils aus. Die Teilnehmer ließen sich hierdurch aber ihre Stimmung nicht verderben und belagerten auch nachts nach kurzer Unterbrechung das Lagerfeuer wieder, um sich weiter kennenzulernen und gemeinsam zum Gitarrenspiel zu singen.

Jörg Schoel, Referent des Arbeitskreises Roverstufe, war vollauf zufrieden: „Die Rufe nach Wiederholung zeigen uns, dass wir mit Ronanza die Rover erreichen konnten. Ich hoffe nun, dass wir das Ronanza-Feeling auch auf unsere nächste Großveranstaltung, das Diözesan-Pfingstlager 2018, übertragen können.“

Ob der Arbeitskreis nun aber regelmäßig eine Großveranstaltung speziell für Rover anbietet, möchten sich die Mitglieder erst noch einmal offen halten. Nike Jarrold, Arbeitskreismitglied, lobt die gute Zusammenarbeit unter den Pfadfindern: „Ohne so tatkräftige Hilfe von allen Seiten wäre es nicht gegangen. Wir danken vor allem der Lammersdorfer Roverrunde und den weiteren Helfern aus dem Stamm. Sie haben uns nicht nur ihr Material zur Verfügung gestellt, sie waren auch voller Eifer dabei, es mit uns zu verbauen und haben einen Großteil des Abbaus aufgrund des Wetters im Nachgang für uns erledigt.“

Mit circa 16 Jahren treten Roverinnen und Rover in die letzte Stufe ein und können dort bis zu ihrem 20. Lebensjahr verbleiben. In der Roverstufe werden die Jugendlichen daher auf ihrem Weg ins Erwachsenensein begleitet. In der DPSG will man ihnen ermöglichen, ihren Weg selbstbestimmt zu finden und zu gehen und neue Perspektiven zu entdecken. Der diözesane Arbeitskreis Roverstufe, der auch Ronanza organisierte, bietet Roverleiterinnen und —leitern Hilfestellung und Ausbildungsmöglichkeiten an und stellt tolle Aktionen für die Roverinnen und Rover selbst auf die Beine.

Die DPSG ist mit circa 7000 Mitgliedern und circa 35.000 Ehemaligen der größte Pfadfinderverband im Bistum Aachen. Die Mitglieder engagieren sich in 85 Ortsgruppen. Ihr Ziel ist die Erziehung von jungen Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Pfadfinderinnen und Pfadfinder entdecken ihre Umwelt durch bewusstes Handeln. Ihr Verständnis der Welt beruht auf den Grundsätzen des christlichen Glaubens. Das politische und soziale Engagement der Pfadfinder zeigt sich in vielen Bereichen. Zum Beispiel in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen im täglichen Leben oder im Zeltlager.

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