Die Ursache für die Algen in der Rur ist bislang unklar

Untersuchungen vorgenommen : Massiver Algenbewuchs in der Rur

Einen guten Fang hatte Joachim Heise aus Stolberg erwartet. Doch als der Angler am vergangenen Wochenende an der Rur in Hammer ankam, fiel ihm erstmals „ein massiver Algenbewuchs“ auf.

„So etwas habe ich in den letzten zehn Jahren zu dieser Jahreszeit, bei diesen Wetter- und Wasserstandsbedingungen noch nicht erlebt“, sagt der Hauptpächter einer Pächtergemeinschaft des Fischereirechts der Rur ober- und unterhalb von Hammer.

Außerdem sei ihm Güllegeruch aufgefallen, und ein anderer Angler habe von toten Fischen berichtet. Heises Vermutung: „eine Überdüngung, wie ich sie dort noch nicht erlebt habe.“ Also wandte er sich an den Wasserverband Eifel Rur (WVER), die Städteregion Aachen und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv).

Marcus Seiler, Pressesprecher des Wasserverbandes Eifel Rur (WVER), erklärte auf Nachfrage, dass der WVER nicht zuständig sei. Die Untere Wasserbehörde der Städteregion sei zuständig. Auch beim Lanuv verwies man an die Behörde in Aachen. Sollte es nötig sein, würden diese das Landesamt einschalten. Die Rur sei ein Gewässer, für das die Obere Wasserbehörde verantwortlich sei, sprich die Bezirksregierung, erklärte Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion, auf Anfrage. „Wir gehen der Sache nach“, sagte er. Gleichzeitig warnte Funken aber auch vor voreiligen Schlüssen.

In der Rur sind zurzeit viele Algen zu finden. Die Ursache dafür sei bislang noch nicht bekannt, teilt die Bezirksregierung auf Anfrage mit. Foto: Andreas Gabbert

Die Bezirksregierung war dann auch vor Ort. Auf Anfrage teilte diese mit, der WVER und die Wasseraufbereitungsgesellschaft (WAG) hätten in den vergangenen Tagen die Rur auf chemische Parameter untersucht. „Die Ergebnisse dieser Untersuchungen ergaben keine akuten Auffälligkeiten, die auf eine Gewässerverunreinigung schließen lassen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen haben wir die Rur begangen und konnten die Algenblüte in der Rur bestätigen“, schreibt die Bezirksregierung in ihrer Antwort.

In der Konsequenz seien weitergehende Untersuchungen vorgenommen worden. Die Ursache für die Algenblüte sei aber bisher noch nicht bekannt, teilt die Bezirksregierung mit.

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