Monschau/Konzen: Die Monschauer SPD definiert ihre Ziele für die Kommunalwahl

Monschau/Konzen: Die Monschauer SPD definiert ihre Ziele für die Kommunalwahl

Auch wenn es zur Kommunalwahl am 25. Mai nächsten Jahres noch eine Weile hin ist, ist das Hauptziel der Monschauer Sozialdemokraten hierfür schon klar gesetzt. „Da wollen wir natürlich die absolute Mehrheit der CDU brechen“, stellte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Gregor Mathar, dazu auf der Mitgliederversammlung der Partei am Mittwochabend im Hotel „Jägersruh“ in Konzen selbstbewusst fest.

Brigitte Olschewski, die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, konnte auf der Versammlung knapp zwanzig Mitglieder begrüßen, worunter sich auch Roetgens 1. Stellvertretender Bürgermeister, Helmut Mulorz, und der frisch gewählte Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks, Stefan Mix, befanden.

Brigitte Olschewski ließ zunächst noch einmal die Bundestagswahl Revue passieren und bedauerte, dass es für Detlef Loosz bei der Bundestagswahl nicht gereicht habe. Als beachtlich bezeichnete sie das Ergebnis für Monschau, wo die SPD vier Prozent hinzu gewonnen habe.

Natürlich wurden von Olschewski auch die momentan in Berlin laufenden Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD angesprochen, zu denen es offensichtlich auch bei den Genossen unterschiedliche Meinungen gibt. Nach Meinung von Brigitte Olschewski könnten sich bei Zustandekommen einer Großen Koalition positive Auswirkungen für die Kommunen ergeben. Bei der hierzu eingeläuteten Diskussion zeigte sich, dass die Meinungen dazu auch innerhalb der Monschauer SPD auseinander gehen.

Während einige im Rückblick auf das vergangene „Desaster“ der Zusammenarbeit mit Angela Merkels CDU hierzu „starke Bauchschmerzen“ hatten, konnten sich andere Genossen durchaus mit einer Großen Koalition anfreunden. „Ich bin der Überzeugung, dass wir dieses Mal gestärkt aus einer großen Koalition hervorgehen“, prognostizierte Gregor Mathar.

Bezahlbare Gebühren

Für die SPD müsse dabei allerdings die Durchsetzung der großen Themen gegeben sein. Von allen Meinungsgruppen wurde dazu die Festschreibung des Mindestlohnes als wichtigstes Ziel genannt.

Stefan Mix, der frisch gewählte Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks, malte ergänzend hierzu verschiedene Szenarien bei Neuwahlen aus und stellte ansonsten zur Bundestagswahl befriedigt fest: “Ich bin froh, dass die FDP nicht mehr im Bundestag ist“. Gregor Mathar berichtet danach über die Fraktionsarbeit im Monschauer Stadtrat, wozu er auch die Grundschulsituation, das Gewerbegebiet Imgenbroich Nord-West, die Ortsumgehung Imgenbroich-Konzen und die Finanzlage der Stadt ansprach.

Hierzu merkte er an:“Wir müssen mit dem Geld auskommen, was wir haben. Zudem müssen Grundsteuer und Gebühren für den Bürger bezahlbar bleiben“. Notwendige Visionen im Finanzbereich, so Mathar, seien für ihn bei der CDU nicht erkennbar. Zur momentan angespannten Lage zwischen Simmerath und Monschau bezüglich der Neuansiedlung eines Großsortiment-Supermarktes in Imgenbroich wurde gleichfalls diskutiert.

Aus der Versammlung heraus wurde dazu angemerkt, dass Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter gegenüber ihrem Simmerather Kollegen Karl-Heinz Hermanns in vielen Punkten stets den kürzeren gezogen habe und sich nicht durchsetzen konnte.

Rader bleibt Kandidatin

Der Simmerather Schulstandort der Sekundarschule sei dafür das beste Beispiel. Ansonsten werden sich die Monschauer Sozialdemokraten ab sofort voll auf den Kommunalwahlkampf im nächsten Jahr konzentrieren. Dazu stehen im Frühjahr zwei Mitgliederversammlungen an, wo unter anderem die Kandidatenaufstellung erfolgt. Kandidatin für den Städteregionstag ist und bleibt Martina Rader. Sie wurde hierzu auf der Versammlung wieder einstimmig nominiert.

Brigitte Olschewski stellte hierzu anerkennend fest:“Sie hat das bisher schon kompetent gemacht“. Blumen und Gratulationen zur Nominierung gab es dann auch noch von Gregor Mathar, bevor die Mitgliederversammlung der Monschauer Sozialdemokraten nach knapp zwei Stunden endete.

(ani)
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