Nordeifel: Der Vollmond verhindert den Blick auf die Lyriden

Nordeifel: Der Vollmond verhindert den Blick auf die Lyriden

Bis Ostern sind sie da, aber man sieht sie nicht. Nicht mal in tiefster Nacht, denn in der Vollmondphase ist es einfach viel zu hell, sagt Hans Kirch von den Monschauer Sternenfreunden: Das Spektakel, das die Lyriden seit Sonntag am Nachthimmel entfachen, bleibt also den neugieren Blicken verborgen.

Selbst für die Nacht zu Ostersamstag, wenn der Strom der Sternschnuppen seinen Höhepunkt erreicht, macht Kirch den Sternenguckern wenig Hoffnung. Da hilft auch ein klarer Himmel nicht wirklich weiter. Zu klein sind die Bruchstücke des Kometen und folglich mit zu geringer Leuchtkraft ausgestattet.

Im Vergleich zu anderen Sternschnuppenschauern sind die Lyriden eher wie ein tröpfelnder Regen. Im Durchschnitt rund 20 Sternschnuppen pro Stunde werden erwartet. Nach Expertenauskunft können es aber auch kurzzeitig mehr sein, Sternschnuppen sind Meteoriten, also alles von kleinen Gesteinsbrocken bis hin zu Staub, die beim Eintreten in die Erdatmosphäre verglühen.

Bereits seit 2000 Jahren beobachtet

Die Lyriden stammen vom Schweif des Kometen Thatcher. Ihren Namen haben sie vom Sternbild Leier, von dem die Schnuppen angeblich ausströmen. Und es gibt sie offenbar schon länger, denn vor mehr als 2000 Jahren haben Naturkundige in Fernost bereits von Sternschnuppen im April berichtet.

Optisch und mengenmäßig wesentlich ergiebiger sind die Quadrantiden im Januar, die Perseiden im August und die Geminiden im Dezember. Dann sind auch Hans Kirch und seine Sternenfreunde oft unterwegs, um sich das Himmelsschauspiel anzuschauen, beispielsweise vom Steling aus.

Bis zu 120 Sternschnuppen fallen dabei pro Stunde. Dabei reicht der Anblick nur einer einzigen, um seinen Herzenswunsch loszuwerden. Und wenn man ganz fest daran glaubt, dann geht er bestimmt in Erfüllung.

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