Nordeifel: Der Traum von Kreisliga A: Chance für SG Vossenack-Hürtgen bleibt

Nordeifel: Der Traum von Kreisliga A: Chance für SG Vossenack-Hürtgen bleibt

Durch einen 2:1-Erfolg vor über 400 Zuschauern gegen Mitkonkurrent SG Nörvenich/Hochkirchen sicherte sich die SG Vossenack-Hürtgen am vorletzten Spieltag den zweiten Tabellenplatz in der Dürener Kreisliga B3 und hat nun allerbeste Chancen über die Quotientenregelung noch in die Kreisliga A aufzusteigen.

Kay Clasen brachte die Gastgeber nach einer halben Stunde in Führung. Direkt nach Wiederbeginn verwandelten die Gäste einen Foulelfmeter zum Ausgleich, danach ging es hektisch und zerfahren weiter. Für beide Mannschaften gab es eine Matchstrafe und für die Einheimischen noch zusätzlich eine rote Karte, aber selbst in der Unterzahl kam die SG noch zum Siegtreffer.

Den erzielte Marvin Wirtz in der 87. Minute per Kopfball nach Ecke. „Vielleicht ist der Sieg etwas glücklich und ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, aber die Mannschaft hat heute alles gegeben“, erlebte Trainer Nils Degenhardt ein echtes Topspiel mit allen Höhen und Tiefen.

Eine ganz bittere 2:9-Niederlage musste TuS Schmidt II beim Tabellenvorletzten, SV Morschenich, hinnehmen. Marvin Müllejans konnte mit einem Doppelschlag die Führung der Gastgeber in der 25. Minute zuerst egalisieren und den TuS dann nur eine Minute später sogar in Führung bringen, danach meldeten sich die Schmidter aber aus dem Spiel ab.

Bis zur Pause machte Morschenich aus dem Rückstand eine 3:2-Führung und schoss in der zweiten Halbzeit noch sechs Tore. „Da sind wir leider eingebrochen“, hatte Trainer Andreas Lennartz sich informiert, der nicht dabei war. Nach der Trennung am Sonntagmorgen von Trainer Daniel Schippers musste er mit Tim Krumpen die Erste coachen.

Für die Nordeifel Teams in der Aachener Kreisliga B2 verlief der Spieltag nicht wunschgemäß. Obwohl alle drei Mannschaften in den Keller der Liga mussten, gab es nichts zu holen.

Roetgen II verliert bei ASA Atsch

Total sauer war der Trainer von FC Roetgen II, Erich Bonkowski, nach der 2:3-Niederlage bei Abstiegskandidat ASA Atsch. „Mit so einer Einstellung kann man auch gegen einen schlechten Gegner nicht gewinnen“. Nach total verschlafener Anfangsphase liefen die Schwarz-Roten hinter einem 0:2-Rückstand her. Daniel Sauren konnte mit dem Pausenpfiff zwar verkürzen, jedoch verwandelten die Atscher zu Beginn von Halbzeit zwei einen Strafstoß zum 3:1.

Für den Anschluss sorgte wiederum Daniel Sauren, jedoch vergaben die Roetgener gute Möglichkeiten. „Wenn ich hier Trainer bleiben soll, dann muss sich die Einstellung ändern. Ich habe keine Lust mehr mich zu blamieren“, war der Trainer nicht gut auf sein Team zu sprechen.

Eine Einschätzung fiel dem Trainer des TuS Mützenich, Stefan Carl, nach der 5:6-Niederlage bei der abstiegsbedrohten Zweiten des FV Haaren sehr schwer. „Einen Vorwurf kann ich der Mannschaft nicht machen. Wir haben den Start zwar verpennt, sind aber nach dem 0:2-Rückstand wieder zurückgekommen und haben auch gut gespielt. Leider haben wir nachher unsere Konter nicht gut ausgespielt, während die Haarener ihre Chancen genutzt haben“.

Im nordöstlichen Aachener Stadtteil ging es am Sonntagmorgen vor den Toren hoch her. Zuerst führten die Gastgeber bis zur 9. Minute 2:0. Jens Karbig besorgte den Anschlusstreffer. Marcel Schillings erzielte direkt nach Wiederbeginn den Ausgleich. Dominik Weishaupt und Jens Karbig drehten das Spiel dann komplett. Die Gastgeber verkürzen, aber Marcel Schillings erhöhte auf 5:3. Danach lief leider alles falsch für die Vennkicker, die beste Chancen versiebten, aber noch drei Treffer der Haarener zuließen.

Eine schwache Endphase leistete sich auch der SV Kalterherberg bei der 1:4-Niederlage bei der Zweiten von Westwacht Aachen. Nicht ganz unverdient nahmen die Aachener einen 1:0-Vorsprung mit in die Pause. Direkt nach Wiederbeginn verschossen die Kalterherberger einen Foulelfmeter, sie kamen aber nur kurze Zeit später durch Tobias Jakobs zum Ausgleich.

Bis zur 75. Minute verlief die Begegnung auf Augenhöhe, dann nahmen die Kalterherberger unerklärlicher Weise einen Gang raus und kassierten in der Endphase noch drei unnötige Gegentore. „Es ist überhaupt nicht zu verstehen, dass wir in der letzten Viertelstunde keine Gegenwehr mehr geleistet haben. So eine heftige Niederlage war nicht nötig“, beklagte Kalterherbergs Obmann, Jürgen Peters, die viel zu deutliche Niederlage.

(kk)
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