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Konzen: Der Plan ist da - doch das Geld fehlt

Konzen : Der Plan ist da - doch das Geld fehlt

Die Hatzevennstraße in Konzen wird ausgebaut, der Plan dazu ist fertig: Die Fahrbahn wird 6 Meter breit, dazu kommt ein 2,50 Meter breiter Rad- und Gehweg.

Wichtig dabei: Die Anwohner der Straße brauchen für den Rad- und Gehweg keine Beiträge zu bezahlen. Wann die Straße aber tatsächlich ausgebaut wird, dies ist völlig ungewiss. Ratsherr Theo Nellessen (CDU) aus Konzen befürchtet: „In den nächsten fünf Jahren gibt das nichts mit dem Ausbau.” Dabei gehöre die Hatzevennstraße in der Ortsdurchfahrt zu den „schlechtesten Straßen” in ganz Nordrhein-Westfalen, wie auch Bruno Steffens, Sachkundiger Bürger der SPD, im Bauausschuss anmerkte.

Seit Jahren schon kämpft die Stadt Monschau um den Ausbau der Straße, deren Zustand desolat ist. Inzwischen, so Bürgermeister Theo Steinröx, wird die Wohnqualität der angrenzenden Häuser „erheblich” eingeschränkt. Große Löcher in der Straße machen das Befahren zu einem Risiko.

Für 570 Meter Straße kein Geld

Für den Ausbau der Landstraße 106 hat das Land kein Geld bereitgestellt. Ausgebaut wurde die Straße in den vergangenen Tagen von Mützenich bis kurz vor Ortsbeginn in Konzen. Dass für die restlichen 570 Meter Straße in der Ortsdurchfahrt kein Geld mehr vorhanden ist, dass ist „merkwürdig und überaus peinlich”, hieß es jetzt im Ausschuss.

Das „Desaster” sei die notorische Finanznot und die „katastrophale Unterfinanzierung der Landstraßen”, beklagte Bürgermeister Steinröx, der einen eindringlichen Appell an die Landesregierung schickte, Geld für den Ausbau der Hatzevennstraße bereit zu stellen. Er sagte: Die Anwohner haben „kein Verständnis” mehr für den äußerst schlechten Zustand der Straße, die Verantwortung dafür trage die Landesregierung.

Stadt plante auf eigene Kosten

Die Fahrbahn sei in „einem katastrophalen Zustand”, der nicht länger zu verantworten sei. Die Stadt Monschau hat auf eigene Kosten (rund 30.000 Euro) den Ausbau der Straße vom Abzweig Bundesstraße bis zur Einmündung „Zum Vennblick” planen lassen, um den Ausbau der Straße auf einer Strecke von 570 Metern zu beschleunigen, falls das Land doch Geld auftreiben kann.

Sechs Meter breite Fahrbahn

Ingenieur Bernd Roder aus Höfen erläuterte nun den möglichen Ausbau der Straße: die Fahrbahn wird 6 Meter breit, dazu kommt ein kombinierter Geh- und Radweg von 2,50 Metern Breite. Eingebaut werden Querungshilfen und „Inseln”, damit der Verkehr nicht so schnell wie bisher nach Konzen hinein fährt.

Ingenieur Bernd Roder machte auf ein „großes Problem” aufmerksam: auf die Hauseinfahrten, die „sehr großen Unterschiede” zum neuen Straßenniveau müssen ausgeglichen werden. Dazu Reinhold Thönnessen, Leiter der Monschauer Bauverwaltung: „Um die Anpassung der Grundstücke an die Straße wird die Stadt sich kümmern.”