Roetgen: Der FC bewältigt ein Mammutprogramm

Roetgen: Der FC bewältigt ein Mammutprogramm

Da man beim FC 13 Roetgen im vergangenen Jahr die Jahreshauptversammlung aufgrund der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum ausfallen ließ und die Versammlung im Frühjahr dieses Jahres aus vorstandsinternen Gründen verschieben musste, wartete am Freitagabend ein Mammutprogramm auf die Vereinsmitglieder.

Denn neben der normalen Tagesordnung standen auch noch einige zusätzliche Angelegenheiten auf dem Programm, jedoch brachte der neue und alte Vereinsvorsitzende, Friedrich Keßel, die Versammlung im zeitlichen Rahmen, souverän und reibungslos über die Bühne.

FC-Geschäftsführer Jan Blankenagel stellte in seinem Geschäftsbericht die sportlichen Ambitionen der 1. und 2. Mannschaft in den letzten beiden Spielzeiten in den Vordergrund. Den lang gehegten Traum vom Aufstieg in die Bezirksliga konnte die Erste auch im Jahr des 100-jährigen Bestehens nicht realisieren. „Beide Spielzeiten waren wieder ein Wechselbad der Gefühle“, konstatierte der Geschäftsführer, der in seinem Bericht die Leistungen der 2. Mannschaft besonders hervorhob. Die FC Reserve qualifizierte sich beinah schon sensationell für die neu formierte Kreisliga B, schaffte in der neuen Umgebung den Klassenerhalt und präsentiere sich in der laufenden Saison im oberen Tabellendrittel.

Aber auch die Handwerker im Vorstand des FC waren wieder gefragt, als es um die Überdachung vor dem Sportheim ging.

Nach dem Bericht des Geschäftsführers ging es um die Finanzen des Vereins. Kassierer Frank Balduin und Martin Klinkenberg stellten in einer übersichtlichen Präsentation die Ein- und Ausgaben des Vereins dar. Trotz eines aufwendigen Jubiläums waren noch einige Euros übrig geblieben. Die beiden Kassenprüfer, Rainer Steffens und Thomas Krüger, attestierten dem Kassierer eine ordnungsgemäße Kassenführung und legten der Versammlung nah, ihn zu entlasten. Dem Vorschlag der Kassenprüfer folgte die Versammlung und entlastete den Kassierer einstimmig.

Anschließend stellte sich Marco Recchioni, der im Frühjahr als neuer Jugendleiter gewählt wurde, der Versammlung vor und präsentierte den anwesenden Vereinsmitgliedern eindrucksvoll die hervorragende Jugendarbeit des FC.

Zusammen mit dem SV Rott besetzt der FC Roetgen im Jugendbereich als Spielgemeinschaft alle Spielklassen. 208 Jugendliche aus Roetgen und 60 Jugendliche aus Rott bilden aktuell die SG Roetgen/Rott, um die sich 28 Betreuer und Trainer kümmern. Auch für den neuen Jugendleiter, war das Jugendpfingstturnier, an dem sich auch in diesem Jahr über 80 Mannschaften beteiligten, das Saisonhighlight.

SPD-Ratsmitglied Klaus Onasch, der auch in der Jugendarbeit des FC aktiv ist, heimste vom Vereinschef ein ganz dickes Lob und ein Geschenk für sein Engagement für den neuen Kunstrasenplatz ein. Im September 2012 war im Rat der Gemeinde erstmalig thematisiert worden, dass der Kunstrasen an der Hauptstraße ausgewechselt werden müsse. Keine zwei Jahre später verfügt der FC, dank der guten Kooperation zwischen Gemeinde und Verein, über ein ganz neues Grün.

Die undankbare Aufgabe, der Versammlung eine Beitragserhöhung schmackhaft zu machen, übernahm Jugendleiter Marco Recchioni. Mit einer anschaulichen Präsentation zeigte er der Versammlung, dass eine moderate Beitragserhöhung für die Jugendarbeit und einige Restaurierungsarbeiten am Vereinsheim unverzichtbar sei. Bis auf eine Enthaltung entschied die Versammlung sich einstimmig für die Beitragserhöhung ab dem 1. Januar 2015.

Es ist schon gute Tradition beim FC, dass der Ehrenvorsitzende, Wilfried Küsgens, als Versammlungsleiter die Neuwahlen des Vorstandes (siehe Box) übernimmt. „Ich bin stolz, dass bei uns die Welt noch in Ordnung ist“, bedankte er sich zuerst einmal beim Vorstand für die geleistete Arbeit und das hohe Maß an Einsatzbereitschaft beim 100. Vereinsjubiläum. Zum Abschluss der Wahlen bestätigte die Versammlung noch den im Frühjahr gewählten Jugendvorstand einstimmig. Nach knapp zwei Stunden erklärte der Vereinschef die harmonisch verlaufene Mammutversammlung für beendet.

(kk)
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