Alsdorf: Der Bahnausbau geht auf die Zielgerade

Alsdorf: Der Bahnausbau geht auf die Zielgerade

Die Ertüchtigung der Bahnstrecke zwischen Annagelände und Aachener Straße geht in die Zielkurve. 85 Prozent des Schüttguts (Schotter) sind bewegt. Nun müssen die bereits auf neu hergerichtetem Grund verlegten Beton- und Holzschwellen eingeschottert werden.

Krönender Abschluss der Gleisbauarbeiten wird dann das „Stopfen”, sprich Verdichten dieses Schotters mit Hilfe einer Spezialmaschine und der Austausch der alten installierten EBV-Gleise durch neue jeweils 120 Meter lange Metallschienen sein.

Lob für die Stadtverwaltung

„Wenn wir die neue Schienen vorher eingebaut hätten, wären sie durch diese Schotterarbeiten beschädigt worden”, erläutert Thomas Fürpeil. Dann werden auch die Metallschienen, die jetzt noch dem Betrachter bucklig und wellig erscheinen, glatt gezogen, auf dass die Züge ohne Schlingern und Rucken rollen könne. Der Merksteiner Fürpeil ist Geschäftsführer der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) und hat sich gerade mit Vertretern der Stadt Alsdorf über das weitere Vorgehen abgestimmt.

Mit der Technischen Beigeordneten Susanne Lo Cicero-Marenberg, dem Ersten Beigeordneten Ralf Kahlen und dem Ordnungsamt hat er gesprochen. Es ging um den Zeitplan, den weiteren Ausbau der Bahnübergänge - es sind deren neun im Stadtgebiet - und Auflagen, unter denen die Arbeiten an der Strecke ausgeführt werden müssen, ohne die Bevölkerung über Gebühr zu belasten.

„Die Vorgaben sind streng”, sagt Fürpeil, „aber die Linie führt ja auch durch Wohngebiete. Ich kann das nachvollziehen.” Er dankt der Verwaltung ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit.

Klar gezogen worden ist auch mit der ausführenden Firma Blankenbach + Fischer, wo die Umschlagstelle eingerichtet wird für den Schotter, der nun noch per Lkw angekarrt und auf einen mehrere Waggons zählenden Bauzug aufgeladen werden muss. In der Nähe des altem Wasserturms an der Konrad-Adenauer-Allee ist eine Fläche in Dreiecksform angemietet worden, wo das Schüttgut umgeschlagen wird. Nun zahlt sich für die EVS und die Baufirma aus, dass im Zuge des Ausbaus der Euregiobahn bis zum Haltepunkt Annagelände auf Höhe des Bergbaumuseums eine Weiche eingebaut wurde. Dort kann nun der Bauzug auf dem Gleis „rückwärts einparken”, um das Material aufzunehmen, wie Fürpeil erläutert. Von dort aus rollt der Bauzug dann zum jeweiligen Einsatzort, um sein Werk zu verrichten. Bis zu 7500 Tonnen Schotter werden so noch verarbeitet. Bis zum 8. September, so der Plan, sollen diese Arbeiten dauern. Ab 29. August soll die „Stopfmaschine” ihre Arbeit aufnehmen, die bis 7. September dauert, sagt Fürpeil. Beim „Stopfen” werden die Gleise noch einmal hochgehoben und fixiert.

„Wir legen Wert darauf, dass die jeweilige Baustelle möglichst sauber gehalten wird”, betont der EVS-Geschäftsführer. Hierzu steht eine Kehrmaschine auf Abruf bereit.

Parallel dazu beginnt die Fertigstellung der Bahnübergänge, die aber noch bis kurz vor dem Fahrplanwechsel im Dezember dauern wird. Dann sollen die Euregiobahnzüge bis zum vorläufigen Endpunkt in Mariadorf rollen. Die Übergänge werden „verdrahtet”, mit Schranken und Signaltechnik ausgestattet.