1. Lokales
  2. Eifel

Simmerath: Den Gürtel enger schnallen

Simmerath : Den Gürtel enger schnallen

Auch für Margot Fietzek, die Leiterin der Integrativen Kindertagesstätte „Sonnenblume” in Simmerath, würde es in Zukunft noch mehr als bisher heißen, den Gürtel enger zu schnallen, wenn die Sachkostenpauschalen für Kindergärten gekürzt werden.

In zwei Gruppen werden hier 33 Kinder, davon zwölf mit Behinderungen, betreut.

„Wir versuchen bei Maßnahmen zu sparen, die die Kinder möglichst wenig direkt betreffen”, erklärte sie und denkt dabei an zum Beispiel an eine Absenkung der Raumtemperaturen oder Einsparungen bei der Pflege der Außenanlagen.

800 statt 1200 Euro

Aber auch die Summe für den „pädagogischen Sachbedarf”, der ihr im Rahmen dieser Sachkostenpauschale zur freien Verfügung steht, wird von 1200 Euro pro Gruppe auf 800 Euro zurückgesetzt.

Verzichten müssen werden die Kinder wohl auf die gewohnte Getränkevielfalt, die auf kostengünstigen Tee und Sprudel reduziert wird.

Auf der Strecke bleiben dürften aber auch einige kleinere und größere Wünsche zur Vervollständigung der Ausstattung, die von einem speziellen Kassettenrecorder für die Sprachheiltherapie bis zu einem Wasserbett reichen, das für die Schulung der Wahrnehmung schwerstmehrfach behinderter Kinder, aber auch für andere wahrnehmungsgestörte Kinder, ein optimales Therapiegerät ist.

Schaumstoffmatratze muss reichen

In dem schönen Raum, der dafür genutzt werden könnte, müssen sich die Kinder vorläufig mit einer Schaumstoffmatratze begnügen.

Die Kindertagesstätte „Sonnenblume” wurde 2000 vom Kreis Aachen im Berufskolleg in Simmerath eingerichtet, damals mit einer integrativen und einer Regelgruppe. 2002 wurde die Regelgruppe ebenfalls in eine integrative Gruppe umgewandelt.

Kein Personalproblem

Seitdem ist die Krankenschwester und Erzieherin Margot Fietzek freigestellte Leiterin der Einrichtung. Ein siebenköpfiges Team, darunter zwei therapeutische Kräfte und eine Erzieherin mit heilpädagogischer Ausbildung, betreut die Jungen und Mädchen.

Personelle Sorgen hat Margot Fietzek zur Zeit im Gegensatz zu vielen Regelkindergärten, die mit Stellenbesetzungssperren zu kämpfen haben, nicht.