Simmerath: Das Rathaus wird bürgerfreundlicher

Simmerath: Das Rathaus wird bürgerfreundlicher

Das Simmerather Rathaus, ein architektonisches Vorzeigeobjekt nach der kommunalen Neugliederung, wird den Charme der 70er Jahre teilweise einbüßen. Der Eingangsbereich der Gemeindeverwaltung soll komplett umgebaut werden.

Mehr Transparenz und Bürgernähe lautet das Ziel der Maßnahme. Außerdem sollen mit der Umgestaltung für den Bürger und die Mitarbeiter der Verwaltung die Wege kürzer werden.

Gesamtkosten 75.000 Euro

Bei der Beratung im Simmerather Bauausschuss wurde die bauliche Anpassung des Eingangsbereiches an zeitgemäße Formen der Kommunikation zwischen Bürger und Behörde ausdrücklich begrüßt, selbst wenn die Gesamtkosten in Höhe von 75.000 Euro doch für so manches Stirnrunzeln sorgten.

„Der Eingangsbereich ist die Visitenkarten des Rathauses”, warb Innenarchitektin Ute Frauenkron, die auch die Nationalparktore in der Region gestaltet hat, für eine dringend notwendige Modernisierung.

Es sei nicht mehr Stand der Dinge, wenn der Bürger im Eingangsbereich auf einen Mitarbeiter in einem Glaskasten treffe. Die neue transparente Gestaltung im Eingangsbereich hat zur Folge, dass der Glaskasten mit Guck- und Sprechloch abgebaut wird. Das derzeit nicht mehr genutzte Büro der Stabsstelle (linker Hand vom Eingang) soll der künftige Empfangsbereich werden. Die geschlossene Wand wird entfernt und durch eine automatische Glasschiebetür ersetzt, die aber während der Öffnungszeiten des Rathauses durchweg offen bleiben soll.

Der Kunde wird also demnächst automatisch in diesen offenen Bereich an einen Counter (Schalter) geführt. Hier trifft er direkt auf einen Ansprechpartner, und es können Geschäfte der einfachen Verwaltung erledigt werden. Im Herbst soll mit dem Umbau begonnen werden.

Abschied vom Glaskasten

Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns erläuterte, dass durch die Einrichtung von zwei zusätzlichen Gebührenkassen im Einwohnermelde- und Standesamt schon jetzt mehr Bürgerfreundlichkeit geschaffen worden sei.

Alex Stiel (CDU) begrüßte es, dass „keine halben Sachen” gemacht würden, auch wenn der Umbau recht teuer sei, und auch Marc Topp (SPD) freute es, dass man im Rathaus „Abschied vom Glaskasten” nehme.

„Für die Bürger ist das ein Glückstag”, stimmte auch Heribert Vroemen (UWG) in den Chor der Zustimmung ein, zumal seine Fraktion damit den Antrag auf Einrichtung eines Bürgerbüros verwirklicht sehe.

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